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  • 24.05.2013, 13:17 Uhr
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  • Münsterland
Regionale 2016

Westliches Münsterland will Modellregion für die Zukunft werden

Bisher ist das Josefsviertel in Ahaus nur eines von vielen Wohngebieten in Deutschland, in den kommenden Jahren könnte es jedoch eine Vorreiterfunktion einnehmen. Denn die Stadt Ahaus entwickelt gemeinsam mit Bürgern ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept.

Ziel ist es, das Viertel trotz des demographischen Wandels sowohl für Familien attraktiv zu halten als auch an die Bedürfnisse der wachsenden Gruppe älterer Menschen anzupassen.

Projekte wie das Ahauser Einfamilienhausquartier sind Teil der Regionale im westlichen Münsterland. Mit Hilfe des Strukturförderprogrammes des Landes, will sich die Region bis 2016 zum „Zukunftsland“ entwickeln. In Projekten sollen dafür modellhafte Lösungen für kommende Herausforderungen erarbeitet und die Region durch ihre Umsetzung nachhaltig gestärkt werden.

Wie können innovative Formen der Mobilität im ländlichen Raum aussehen? Was für ein Umfeld brauchen Unternehmen, um Fachkräfte anzuwerben? Und welche Bedürfnisse hat eine älter werdende Gesellschaft auf dem Land? Für Michael Führs, Projektmanager und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Regionale 2016, sind das die zentralen Fragen, um die Zukunft der Region zu gestalten. Derzeit sei das westliche Münsterland ökonomisch durch seine Vielfalt gut aufgestellt. „Strukturell und landschaftlich prägend sind vor allem die Münsterländer Parklandschaft, lebendige Städte, die Identifikation der Menschen mit der Region und ein funktionierendes Ehrenamt“, sagt Führs über die Stärken der Region. Diese sollen erhalten und gefördert werden.

Regionale-Projekte haben Priorität bei der Landesmittel-Vergabe

Über 40 Projekte werden derzeit von Mitarbeitern der neu gegründeten Regionale 2016 Agentur betreut. Das Programm sieht vor, Ideen zu unterstützen, die Zukunftsfragen innovativ und modellhaft lösen. Zudem stoßen die Mitarbeiter selbst Projekte an und unterstützen die Träger bei deren Entwicklung. Zwar hat die Regionale selbst kein Geld zur Verfügung, ihre Projekte haben jedoch Priorität bei der Vergabe von Landesmitteln.

Das Olfener Leohaus ist derzeit das am weitesten entwickelte Regionale-Projekt und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr umgesetzt. Es ist ein Gemeinschaftshaus, das von seinem bisherigen Träger, der katholischen Kirche, nicht mehr finanziert werden konnte. Bürger und Stadt suchten gemeinsam nach einer Lösung. „Die gemeinschaftliche Entwicklung und Trägerschaft des Projektes duch die Bürger und die Kommune ist der innovative Ansatz des Projektes", erklärt Michael Führs. Eine solche Lösung, ein Gebäude gemeinschaftlich zu betreiben, könnte auch für andere Städte ein Zukunftsmodell sein.

Momentan nimmt die Regionale noch Projektideen entgegen. Bis 2016 sollen die meisten verwirklicht und in dem Präsentationsjahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

(Westfalen heute)


 


 

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