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  • 11.11.2014, 08:47 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Regionalverkehrs-Strecken

Westfalenbahn verliert und gewinnt

Die Eurobahn siegt, die Westfalenbahn verliert, die Westfalenbahn bekommt neue Strecken, dafür weicht DB Regio. Bähnchen wechsel dich in der Region.

„Niemand ist amüsiert, wenn man einen Wettbewerb verliert“, sagt Thomas Kopp, Prokurist der Bielefelder Westfalenbahn. Trotzdem nimmt er den Verlust wichtiger Strecken gelassen, den jüngst der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mitteilte: Unter anderem die Ems-Bahn (Münster-Rheine) und die Teuto-Bahn (Münster-Osnabrück) werden ab Ende 2017 von der Eurobahn bedient.

Für die Bielefelder Westfalenbahn mit 160 Mitarbeitern und 19 Zügen könnte das die Existenz bedrohen. Doch die hat in einer vorausgehenden Ausschreibung dem Marktführer DB Regio die wichtigen Strecken Münster-Emden und Rheine-Hannover/Braunschweig abgerungen. Das gilt ab Ende 2015. Kopp: „Die Ausbildungslehrgänge beginnen.“

Damit wird das regionale Bahngeschehen internationaler. An der Westfalenbahn ist mit 25 Prozent die niederländische Staatsbahn beteiligt. Hinter der Eurobahn steckt die französische Keolis-Gruppe. Und auf der Strecke der RE 7 (Rheine-Krefeld), heute von der Bahn bedient, verkehrt ab Dezember 2015 die britische National Express Rail. Wenn Gesellschaften wechseln, müssen die Züge oft nur umlackiert werden. Viele sind geleast – von der Firma Alpha Trains aus Luxemburg.

(Günter Benning, WN)


 


 

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