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  • 02.10.2015, 09:22 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Restloses Genießen in Münster

Großer Kiepenkerl mit dem Konzept „Greentable“ ausgezeichnet

Die Tüte für Essensreste sieht schick aus und hat nichts mehr mit der in Alufolie gehüllten Schale zu tun. „Restlos genießen“, das steht neuerdings im Großen Kiepenkerl auf der Speisekarte, wenn die Portion mal größer ist als der Appetit. Dieser Service mit der „Für-Morgen-Tüte“ ist Teil der Auszeichnung „Greentable“, die der Große Kiepenkerl jetzt von der Greentable-Initiative bekommen hat. Dahinter verbergen sich unter anderem Gastronomen und Ernährungswissenschaftler, die die deutsche Gastronomielandschaft ein Stück „grüner“ machen möchten.

„Im Umkreis von rund 150 Kilometern sind wir das erste Greentable-Restaurant“, freut sich die Geschäftsführerin des Großen Kiepenkerls, Wilma von Westphalen.

Sie und ihr 45-köpfiges Team haben zuvor reichlich Hausaufgaben zu erledigen gehabt. Ein 20-seitiger Fragebogen lag beispielsweise vor. Im Mittelpunkt standen dabei der Einkauf, der Umweltschutz und das soziale Engagement. Es spielt eine Rolle, dass der Große Kiepenkerl beim Wareneinsatz von Fleisch, Fisch, Gemüse und Getränken auf Regionalität achtet. Das Team um Küchenchef Frank Milius setzt bewusst auf eine regionale Heimatküche, in der Krüstchen und Sauerbraten die Renner sind.

Bereits seit 2013 Slow-Food-zertifiziert

Zunehmend würden aber auch vegetarische Gerichte gefragt, so die Geschäftsführerin des Betriebes, der bereits seit 2013 von Slow Food zertifiziert wurde. Slow Food steht für genussvolles, bewusstes und regionales Essen und bezeichnet eine Gegenbewegung zum Fast Food.

Erste Spuren der Auszeichnung „Greentable“ werden im Gastronomiebetrieb am Spiekerhof deutlich. Energiefresser unter den Lampen wurden beispielsweise durch LED-Licht ersetzt. Küchengeräte wurden ausgetauscht. Sämtliche Visiten- und Speisekarten sind komplett auf Recyclingpapier umgestellt worden. Wilma von Westphalen führte die „Für-Morgen-Tüte“ ein, die die Alufolienverpackung ersetzt. Auch Senf in Einwegverpackungen gehört der Vergangenheit an. Früher wurden zudem benutzte Bierdeckel entsorgt, heute werden diese mehrfach eingesetzt.

Wilma von Westphalen ist überzeugt, dass es noch mehr Einsparpotenziale geben wird, die sich in der typisch westfälischen Gastronomie nachhaltig auswirken dürften. Die Auszeichnung sei insgesamt ein Motivationsschub für das Team. Die Reaktionen ihrer Gäste zeige, dass sie auf dem richtigen Wege seien.

(WN)


 


 

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