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  • 20.06.2013, 07:36 Uhr
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  • Münster
Richtfest

Richtfest LVM-Büroturm

Als Wegweiser gegen die Monotonie in der Massenarchitektur bezeichnete LVM-Vorsitzender Jochen Herwig den kristallförmigen Büroturm, dessen Richtfest gestern mit zahlreichen geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung bei 35 Grad im Schatten gefeiert wurde.

Für ein Gebäude der Superlative ein Richtfest der Superlative: Zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Nachbarschaft feierten am Mittwoch den neuen extravaganten LVM-Turm bei Temperaturen um 35 Grad und stürmischen Windböen, die so manches Glas zum Klirren brachten. „Das ist mein erstes tropisches Richtfest“, schmunzelte Oberbürgermeister Markus Lewe, der die „grandiose Verbindung“ von Solidität und Bodenständigkeit auf der einen Seite sowie Kreativität und Innovation auf der anderen Seite lobte. Der wirtschaftliche Erfolg der LVM-Versicherung, die in Münster immerhin 3000 Mitarbeiter beschäftigt und weiter wächst, spiegele sich in der Architektur des neuen Baukörpers wider. Baukosten: 43 Millionen Euro.

450 Mitarbeiter sollen in den 17-stöckigen Turm, der kristallförmig 63 Meter hoch in den Himmel ragt, bereits im Juni nächsten Jahres einziehen. In 40 Metern Höhe verbindet eine Brücke den alten und neuen Büroturm.

Zur Rechtfertigung der Extravaganz des neuen gläsernen Büroturms bemühte LVM-Vorstandsvorsitzender Jochen Herwig den finnischen Architekten und Designer Alvar Aalto: „Die große Gefahr der modernen Architektur ist der Bazillus der Monotonie“.

Die Umsetzung flexibler neuer Konzepte kündigte Herwig deshalb auch bei der Innenarchitektur an. Entscheidend sei der Wohlfühlfaktor. „Wer sich bei der Arbeit wohlfühlt, kommt zu besseren Ergebnissen.“ Bei diesem „faszinierenden Gesamtbauwerk“, das das Stadtbild Münsters prägen werde, seien sowohl der Zeit- als auch der Kostenplan eingehalten worden.

Der koreanische Architekt des Gebäudes, Prof. Duk-Kyu Ryang, bezeichnete den extravaganten Turm als „Wegweiser des Zeitgeistes“ zur Förderung der „Imagewirkung der LVM“. Er bedankte sich ausdrücklich für die Toleranz des Bauherrn gegenüber der Fantasie des Architekten. Kosmopolitisches Denken stehe Münster gut zu Gesicht, befand der Stararchitekt, der unter anderem den Leipziger Hauptbahnhof und die VW-Arena in Wolfsburg konzipiert hat. Ein Ziel sei erreicht worden: „Identität in der Massenarchitektur“. Die Farbe gelb, die sich durch den Baukörper zieht, sei die Farbe der chinesischen Kaiser. Und vielleicht steuere der LVM ja in ein goldenes Zeitalter.

(Redaktion)


 


 

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