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  • 06.06.2014, 13:28 Uhr
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  • Münsterland
Richtige Stress-Balance

Experten-Forum liefert Tipps für Selbstständige in „weißen Berufen“

50, 60, 70 oder sogar mehr Arbeitsstunden pro Woche. Dazu ein immer größer werdender Berg an Regularien und bürokratischen Formalitäten. Und möglicherweise privater Stress. Wie viele andere Berufsgruppen haben auch Ärzte, Apotheker und andere Selbstständige aus dem Gesundheitswesen mit immer größeren Belastungen zu kämpfen.

Aus diesem Grund stand das Experten-Forum der Kreissparkasse Steinfurt am vergangenen Mittwoch unter dem Leitgedanken „Faszination Selbstständigkeit – Denken Sie auch an sich?“.

Mehr als 100 Selbstständige aus den so genannten „weißen Berufen“ aus dem gesamten Kreis Steinfurt waren ins Kloster Gravenhorst gekommen. In zwei kurzweiligen Vorträgen erhielten sie viele praxisnahe Tipps, wie Arbeit und Privatleben in ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis gebracht werden können.

„Auch wenn die Selbstständigkeit viele Vorteile bietet, dürfen Termindruck und die ständige Erreichbarkeit nicht ausschließlich das Leben bestimmen. Die Balance ist eine wichtige Grundlage, um dauerhaft gute Leistungen erbringen und engagiert für Patienten, Klienten und Kunden da sein zu können“, sagte Jürgen Brönstrup, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Steinfurt, in seiner Begrüßung zum Experten-Forum.

Stress als Energiequelle

Die Medizinerin, Unternehmerin und Wirtschaftsjournalistin Dr. Sabine Schonert-Hirz aus Berlin gilt als absolute Powerfrau – und das bewies sie den Gästen des Sparkassen-Forums innerhalb kürzester Zeit. „Zu viel Stress führt zu Krankheiten, doch ohne Stress können wir auch nicht leben“, brachte die als „Dr. Stress“ bekannte Expertin ihre These auf den Punkt. Stress sei eine Energiequelle, die Menschen im richtigen Maß motiviere und zu guten Leistungen führe. „Doch wir müssen unseren Stress in Balance halten, damit wir gesund, fröhlich, leistungsfähig und kreativ bleiben“, sagte Schonert-Hirz. Ihr Sofortprogramm für den Stress-Notfall: Körper entspannen, Gedanken und Emotionen gezielt steuern.

Daran knüpfte Klaus Rempe, Diplom-Psychologe und Geschäftsführer des Instituts für Wirtschafts-Psychologie aus Münster, an: „In unseren turbulenten Zeiten ist es von hoher Bedeutung, zu erkennen, wann Stress zu Lebensfreude und ab wann Stress zur Erschöpfung führt. Und dabei darf trotzdem nicht vergessen werden, immer zu 100 Prozent kundenorientiert zu handeln.“

In seinem Vortrag ging der ehemalige Hochleistungssportler daher der Frage auf den Grund, wie Kunden, Patienten, Mandanten und Klienten zu Fans werden können. Sein Fazit: „Nur durch ein faszinierendes Erlebnis verbessert sich das Ergebnis.“ Hier spiele besonders der regelmäßige persönliche Service für Patienten, Klienten und Kunden eine ganz zentrale Rolle.

(Kreissparkasse Steinfurt)


 


 

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