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  • 03.06.2013, 10:14 Uhr
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  • Münster
Roxeler Bürgerinitiative

Protest-Experte soll geplanten Ausbau der Rasthöfe stoppen

In ihrem Kampf gegen den geplanten Ausbau der Lkw-Stellplätze an den Autobahnrasthöfen Münsterland-Ost und -West fährt die Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Roxel“ jetzt schweres Geschütz auf: Sie hat den renommierten Berliner Juristen Philipp Heinz ins Boot geholt.

Philipp Heinz soll es richten. Er soll das umstrittene Ausbauprojekt des Bundesverkehrsministeriums und des Landesbetriebs Straßen endgültig stoppen.

Erklärtes Ziel ihrer Initiative sei es, den geplanten Bau der „Mammut-Lkw-Parkplätze“ (fast 100 neue Stellplätze) an den Roxeler Raststätten mit allen Mitteln zu verhindern, unterstreicht die Vorsitzende Theodora Bockem-Rohleder. Aus diesem Grunde habe sich der Vorstand des Initiativkreises „für den Anwalt Philipp Heinz entschieden“, der bundesweit im Interesse von Bürgern tätig sei und erfolgreich für deren Protestanliegen kämpfe.

Einer der einflussreichsten Anwälte im Bundesgebiet

In Fachkreisen gilt der 39-jährige Heinz, der seine Kindheit in Lüdinghausen verbrachte, als einer der einflussreichsten Anwälte im Bundesgebiet, wenn es um die Verhinderung von Großprojekten geht. „Wo Staat und Bürger sich in die Haare kommen, da ist Heinz mittendrin“, schrieb die „Wirtschaftswoche“ über den Juristen.

Ob bei der Auseinandersetzung um das Eon-Kohlekraftwerk in Datteln, bei Protesten gegen Flugrouten für den neuen Berliner Airport, bei Streitigkeiten um Stromleitungstrassen in der Uckermark und in Nordrhein-Westfalen oder beim Kampf gegen das größte Pumpenspeicherkraftwerk am Schluchsee im südlichen Schwarzwald – Philipp Heinz rührt in vielen Protesttöpfen.

Zum Schnäppchenpreis dürfte die Bürgerinitiative den mit seiner Kanzlei mitten in der Berliner City ansässigen Juristen nicht ins Boot geholt haben können. Für ein Rechtsgutachten aus Heinzes Büro, das Ministerien und Großkonzerne beeindrucken solle, müssen Bürgerinitiativen laut „Wirtschaftswoche“ mehr als 50.000 Euro berappen ...

Finanzierung über Spenden

Theodora Bockem-Rohleder hofft, das Geld über Spenden in die Kasse zu bekommen. „Wichtig ist, dass dieser Mann etwas kann“, sagt die Landschaftsschützerin. Schließlich stehe nicht nur für die von ihr angeführte Initiative, sondern für die ganze Stadt Münster viel auf dem Spiel. „Aufgrund von Heinzes guten Erfahrungen im Bereich Planung, Umweltschutz und Verkehr gehen wir als Bürgerinitiative davon aus, dass er auch die Interessen der Bürger Münsters und insbesondere der Bürger Roxels erfolgreich vertreten wird.“ Der Initiativkreis sei erfreut über die Zusage des Protestprofis.

Mit Heinz ist Bockem-Rohleder bereits zusammengetroffen. Er sei ein angenehmer und hochkompetenter Jurist, meint die Roxelerin. Es seit gut, dass der Rechtsanwalt in Berlin, in der Nähe des Regierungssitzes, ansässig sei. Das sei notwendig, denn trotz des Versprechens von Dr. Andreas Scheuer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, seien der Bürgerinitiative unter anderem bislang nicht einmal alle Unterlagen zur Verfügung gestellt worden, die nötig seien, um die Planung für den Ausbau der Rasthöfe nachvollziehen zu können.

(Thomas Schubert)


 


 

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