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  • 18.07.2014, 11:27 Uhr
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  • Velen / Münsterland
Rückzieher

Es wird keine Biogas-Anlage in Velen geben

Seit mehr als fünf Jahren wurde geplant, seit Donnerstag ist klar: Es wird keine von Bauern und RWE-Tochter Innogy gemeinsam betriebene XXL-Biogasanlage in Velen (Kreis Borken) geben.

Die in der vergangenen Woche verabschiedete Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) habe dafür gesorgt, dass das geplante Biogasprojekt nicht wirtschaftlich zu betreiben sei, teilten die Investoren mit. Die Reform sieht vor, dass neue Biogas-Anlagen weniger Einspeisevergütungen bekommen und Boni-Zahlungen wegfallen.

Interesse der Landwirte hielt sich in Grenzen

Allerdings hatten Branchenkenner schon länger kritisiert, dass die Planer die nötige Technik zur Gülleaufbereitung nicht in den Griff bekämen. Auch das Interesse der Landwirte, bei der für das Projekt gegründeten Naturdünger Münsterland (NDM) mitzumachen, hielt sich in Grenzen. Und: Im März kaufte der Agrar-Konzern Agravis der NDM eine insolvente Biogasanlage in Dorsten vor der Nase weg.

Die Anlage in der Bauerschaft Nordvelen sollte aus rund 180.000 Tonnen Güllefeststoffen und rund 20.000 Tonnen Zwischenfrüchten jährlich Energie produzieren und dafür sorgen, dass in einem der viehstärksten Kreise im Land die Gülleüberschüsse verarbeitet werden.

Ein erster Anlauf vor fünf Jahren in Südlohn, eine ähnlich große Anlage zu bauen, war am Widerstand von Politik und Bevölkerung vor Ort gescheitert.

(Josef Barnekamp, WN)


 


 

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