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  • 16.10.2013, 15:34 Uhr
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  • Münsterland / Ahlen
Rund 1 Million Euro investiert

LR Health & Beauty Systems mit eigenem Forschungs- und Entwicklungslabor

Für rund eine Million Euro hat das Direktvertriebsunternehmen im westfälischen Ahlen Prüf- und Analysegeräte angeschafft, die den Zugriff auf externe Labors erübrigen. Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter soll auf den 320 Quadratmetern gleichbleibend hohe Qualitäten für die Ausgangsstoffe von LR-Produkten sicherstellen.

Die Firma LR Health & Beauty Systems hat am Mittwochmittag ihr neues Forschungs- und Entwicklungslabor am Standort Kruppstraße im westfälischen Ahlen offiziell eingeweiht. Geschäftsführer Dr. Jens Abend und Bürgermeister Benedikt Ruhmöller durchtrennten mit der LR-Direktorin Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung , Sabine Larsen-Vefring, das obligatorische rote Band.

Laut Dr. Abend sei die Investition ein Bekenntnis zum Standort Ahlen. Bürgermeister Ruhmöller könnte sich noch „ein halbes Dutzend“ vergleichbarer Anlässe vorstellen.

Das von Architekt Christina Tripp realisierte Zentrum hat verschiedene Aufgaben. Die Mitarbeiter entwickeln Rezepturen für neue Produkte, testen deren Haltbarkeit. Die Waren von Zulieferern werden auf deren Qualität überprüft, allein 50 Methoden dienen mikrobiologischer und chemischer Analyse.

Begeisterte Abteilungschefin

Die Gäste – neben den üblichen Honoratioren auch IHK-Geschäftsführer Wieland Pieper und LR-Vertriebspartner – erlebten eine begeisterte Abteilungschefin. Die wies auf Apparaturen hin, die so in der Industrie selten selbst vorgehalten werden und für deren Einsatz sonst Externe zu bezahlen sind. So gesehen ist die Anschaffung des Zentrums auch ein Kostengesichtspunkt. Zudem erlaubt die hohe Sicherheitsstufe („S2“) dem LR-Team sogar die Arbeit mit pathogenen Keimen, was laut Firma nicht zum Standard der verarbeitenden Industrie zähle.

Dass neben Klassikern wie der Zentrifuge oder Brutschränken auch Analysemöglichkeiten da sind, die innerhalb Sekunden Rohstoffe identifizieren helfen, versetzt Sabine Larsen-Vefring offensichtlich in Verzückung. Jens Abend fände den Mechanismus eines selbsttätig schließenden Schrankes für Lösungsmittel nützlich für den heimischen Kühlschrank ...

Nach der Führung hatte Larsen-Vefring ihren Gästen bewiesen, dass es in einem modernen Labor nicht qualmen und blubbern müsse. Man arbeite mit kleinsten Mengen.

Und gerechnet hat die Leiterin des neuen Zentrums auch. Laut Dokumentation gibt es in ihrer Abteilung rund 250.000 Prüfvorgänge, was bei 250 Arbeitstagen jährlich 1.000 täglichen Tests entspricht – vom Abnutzungsstress für Schmuck über Geschmacksprüfungen bei Aromen bis zur Überprüfung, ob der Lieferant auch die gewünschte Ware zur Kruppstraße geschickt hat. Die interne Lösung macht die Arbeit zudem schneller und flexibler.

(Jörg Pastoor)


 


 

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