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  • 10.07.2013, 14:30 Uhr
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  • Münsterland/Düsseldorf
RWGV-Verbandstag in Düsseldorf

Genossenschaftsbanken warnen vor Enteignung ihrer Sicherheitseinrichtung

Der heute von der EU-Kommission vorgeschlagene europäische Haftungsverbund zur Abwicklung von maroden Banken ist beim Verbandstag des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands (RWGV) in Düsseldorf auf scharfe Kritik gestoßen.

„Es ist nicht nachzuvollziehen, warum unsere Sparerinnen und Sparer Risiken von Banken tragen sollen, die Casino gespielt haben“, erklärte RWGV-Vorstandsvorsitzender Ralf W. Barkey. „Wieder einmal möchte Herr Barnier alle Banken in einen Topf werfen: solche, die mit ihren Geschäften die Finanzkrise ausgelöst haben und solche, die in der Krise dank eines soliden Geschäftsmodells ein sicherer Hafen waren. Seit 80 Jahren hat in Deutschland kein Kunde einer Volksbank oder Raiffeisenbank sein Geld verloren. Wir werden dafür kämpfen, dass unsere genossenschaftliche Sicherungseinrichtung nicht zur Finanzierung riskanter Geschäfte in anderen Ländern missbraucht wird.“

Barkey betonte: „Die von der EU-Kommission vorgesehene Haftung der verschiedenen europäischen Sicherungseinrichtungen untereinander ist nichts weniger als eine Enteignung. Zudem werden Anreize für riskante Geschäftsmodelle gesetzt.“ Der RWGV-Vorstandsvorsitzende hob hervor, die Genossenschaftsbanken begrüßten ein klar geregeltes Abwicklungsregime für Pleitebanken. Der europäische Gesetzgeber müsse die Besonderheiten der einzelnen Bankengruppen zu berücksichtigen.

(Redaktion)


 


 

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