Weitere Artikel
  • 15.10.2013, 09:14 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Sanierung und Vollsperrung

2014 wird die Handorfer Straße saniert

Für das städtische Tiefbauamt ist es eine eher unauffällige Vorlage, für die Handorfer dürfte es eine atemberaubende Herausforderung werden: Im kommenden Jahr wird die Handorfer Straße zwischen Warendorfer Straße und Hobbeltstraße erneuert.

Während der Arbeiten, die vier Monate dauern sollen, wird die Straße zeitweilig komplett gesperrt. Anlieger können sich währenddessen irgendwie zur Gildenstraße durchwurschteln, heißt es. Der Durchgangsverkehr muss draußen bleiben.

Wie soll das gehen? „Die Umleitung ist in Absprache mit dem Ordnungsamt über die Lützowstraße / Kötterstraße / Hobbeltstraße geplant“, heißt es lapidar in der Vorlage. Weil die kleine Kötterstraße nicht durchgängig zweispurig zu befahren sei, wolle man Ampeln einrichten und den Verkehr jeweils einspurig passieren lassen.

Den Mitgliedern der Bezirksvertretung Münster-Ost, die in ihrer jüngsten Sitzung über die Vorlage zu beraten hatten, verschlug es beinahe die Sprache. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ludger Steinmann brachte es auf den Punkt: „Ich habe den Eindruck, die Auswirkungen der Baumaßnahmen werden völlig unterschätzt. Wir haben nur die eine Straße!“

Ohne Vollsperrung längere Bauzeit

Theodor Schulte vom Tiefbauamt versicherte, die Bedeutung der Handorfer Straße für den Ort zu kennen: „Wenn wir nicht unter Vollsperrung arbeiten, wird sich die Bauzeit erheblich verlängern.“ Der Umweg über die kleine Kötterstraße soll nur Pkw und Linienbussen und dem Lieferverkehr zugemutet werden. Der Schwerlastverkehr werde über Warendorfer Straße und Schifffahrter Damm umgeleitet.

Die Mitglieder der Bezirksvertretung blieben skeptisch. Die Anhörung wurde einstimmig vertagt; die Verwaltung erhielt den Auftrag, die Verkehrsplanung gründlich zu überdenken und zu einem späteren Zeitpunkt vorzulegen. Georg Balsliemke stellte die Forderung, die Öffentlichkeit möglichst früh einzubinden.

Die Fahrbahn und vor allem die Kanalisation der Handorfer Straße sind nach Angaben des Tiefbauamts dringend erneuerungsbedürftig. Weil die Kanaltrasse auf der östlichen Seite von Baumwurzeln durchzogen ist, wird der Kanal unter der Fahrbahn neu gegraben. Dafür wird die Straßenbreite von sieben Meter auf 6,50 Meter reduziert. Zugleich werden die Haltestellen „Handorf Gartenzentrum“ barrierefrei ausgebaut. Anlieger der Gildenstraße sollen je nach Stand der Bauarbeiten von der einen oder der anderen Seite durchfahren können. Die Arbeiten sollen insgesamt vier Monate dauern und spätestens bis zum Handorfer Herbst im September 2014 beendet sein.

(Lukas Speckmann)


 


 

Straßenbau
Handorfer Straße
Tiefbauamt
Vorlage
Fahrbahn

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Straßenbau" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: