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  • 06.11.2014, 13:20 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Schuldneratlas 2014

Ruhrgebiet bleibt das „Sorgenkind“

Gelsenkirchen und Herne gehören zu den zehn Städten mit den höchsten Schuldnerquoten in Deutschland. Das geht aus dem „Schuldneratlas 2014“ des Verbandes Creditreform hervor. Demnach sind in den Ruhrgebietskommunen rund 17 Prozent aller Bürger überschuldet oder „nachhaltig zahlungsgestört“.

Generell bleibe das Ruhrgebiet auch 2014 ein „Sorgenkind“ der Überschuldungsentwicklung, teilt Creditreform mit – „Tendenz weiter zunehmend“. Die zum Teil noch altindustriell geprägten, strukturschwachen Regionen seien ein Hotspot sozialer Problemlagen, „die sich aus einer Gemengelage von hoher Arbeitslosigkeit, Einkommensarmut und hohen sozialen Transferleistungen zusammensetzen“.

Ähnlich dem gesamtdeutschen Trend, hat sich die Überschuldungssituation auch in anderen Teilen Westfalens in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert. Ein Grund ist das Konsumverhalten der Verbraucher. So sei es vielen bislang nur leicht verschuldeten Menschen laut Schuldneratlas nicht gelungen, „bei sich eintrübenden ökonomischen Rahmenbedingungen eine Balance zwischen Anschaffungs- und Sparneigung zu halten und dauerhaft ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen“.

Bundesweit stieg die Schuldnerquote innerhalb eines Jahres um rund 0,1 Prozentpunkte auf 9,9 Prozent. Damit gelten in Deutschland 6,67 Millionen Privatpersonen als überschuldet. Die höchste Schuldnerquote verzeichnet Bremerhaven mit 20,41 Prozent, die wenigsten Schuldner im Verhältnis zur Einwohnerzahl weist Eichstätt in Bayern (3,67 Prozent) auf.

(Westfalen heute)


 


 

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