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  • 17.10.2013, 13:03 Uhr
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  • Münsterland
„Schwarzbuch 2013“

Steuerzahlerbund kritisiert Geldverschwendung in Westfalen

Ausufernde Betriebskosten, undursichtige Geschäfte und ein verlustreicher Leerstand: Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat in seinem "Schwarzbuch 2013" zahlreiche Steuergeldverschwendungen angeprangert. Sechs der bundesweit 107 aktuellen Fälle ereigneten sich in Westfalen.

Ein besonderes Ärgernis ist für den BdSt das Emil-Schumacher-Museum (ESM) in Hagen, „denn es hat viel höhere Folgekosten nach sich gezogen als ursprünglich geplant“. Während laut Steuerzahlerbund bei den Planungen für den Museumsneubau noch mit Folgekosten in Höhe von 461.000 Euro pro Jahr gerechnet wurde, lagen die tatsächlichen Betriebskosten im vergangenen Jahr bei 1,5 Millionen Euro.

Heftige Kritik erntet auch ein Fall im sauerländischen Meschede. Dort steht das ehemalige Arbeitsamt seit 13 Jahren leer. Ein Käufer fand sich bislang nicht. „Der Leerstand ist mittlerweile teuer geworden: Acht Jahre lang war die Heizung weiterbetrieben worden. Gut 42.000 Euro wurden dabei allein für das Heizöl ausgegeben“, berichtet der Steuerzahlerbund. Inzwischen sei die Heizung zwar abgestellt, „doch damit verfällt das Haus auch immer mehr – was mögliche Kaufinteressenten noch weiter abschrecken dürfte“.

Neben diesen Fällen listet das Schwarzbuch Steuergeldverschwendungen in Dortmund, Hiddenhausen, Werdohl sowie die Planungen zum Nationalpark Teutoburger Wald auf.

(Westfalen heute, Redaktion)


 


 

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