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  • 02.10.2015, 08:36 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Sensibles Thema

LKA Experte sprach über das Internet der Dinge als potenzielles Sicherheitsrisiko

„Das Internet der Dinge, ein Sicherheitsrisiko?“ – nach dem interessanten Vortrag von Peter Vahrenhorst vom Cybercrime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamtes NRW kann man dies nur bestätigen. Der Referent berichtete im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0“ der gfw-Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH.

„Es geht nicht darum, die Vernetzung zu verteufeln, sondern sie sinnvoll zu nutzen und um die Gefahren zu wissen“, stellte Peter Vahrenhorst fest. Computer und Netzwerke sind fester Bestandteil unseres Alltags und in zunehmend mehr Geschäftsprozessen, dadurch lassen sich viele Abläufe effektiver und somit auch wirtschaftlicher gestalten. Aber jede Entwicklung hat nicht nur Vorteile sondern birgt auch Risiken: Durch neue Kriminalitätsformen im Internet wächst die Gefahr, dass Systeme mit Schadsoftware infiziert, Daten ausgespäht oder Konten geplündert werden. Firewalls und Anti-Virenprogramme, die permanent aktuell gehalten werden müssen, schützten oft nur unzureichend gegen professionelle Angriffe aus dem Netz. Peter Vahrenhorst erklärte: „Die Täter sind immer einen Schritt weiter!“.

Selbstverständlich ist heute die Vernetzung von Haushaltsmaschinen, die Heizungssteuerung via App oder auch der Kühlschrank, der, basierend auf seinem Inhalt, Menuvorschläge macht. Peter Vahrenhorst empfahl den vielen interessierten Zuhörern, sich zu hinterfragen, ob der Einsatz jeder App, die verfügbar ist, auch wirklich notwendig oder hilfreich sei.
Er stellte aber auch klar, dass für viele Produktionsprozesse nicht auf eine Vernetzung verzichtet werden kann – ein Hochofen arbeitet nur optimal, wenn er sensorgesteuert ist. Eine Aktiengesellschaft bspw. ist verpflichtet, vier Wochen vor der Jahreshauptversammlung ihre Daten zu veröffentlichen – ohne Internet ist das gar nicht möglich.

„Cyber-Versicherungen gibt es seit 10 Jahren“

Sabine Pawig-Sander, geschäftsführende Gesellschafterin der Erichsen GmbH – einem Versicherungsmakler, der sich auf Cyber-Risiken spezialisiert hat, ergänzte den Vortrag, indem sie den Zuhörern darstellte, wie diese die unvermeidlichen Restrisiken absichern können. „Cyber-Versicherungen gibt es seit 10 Jahren“, berichtete sie „und die Nachfrage ist groß, da die Internetkriminalität großen Schaden verursacht!“. Anhand von Beispielen dokumentierte sie, mit welchen Schadenshöhen zu rechnen ist – der Verlust nur eines Laptops kann Kosten von rund 115.000 € und darüber verursachen, bei einem mehrtägigen Produktionsstillstand ist in der Regel mit mehreren 100.000 € Vermögensschaden zu rechnen.

„Ich freue mich, dass wir ausgewiesene Experten für dieses Thema gewinnen konnten. Die gut besuchte Veranstaltung sowie die rege Diskussion im Anschluss zeigen die Aktualität unserer Informationsveranstaltungen!“, freute sich Petra Michalczak-Hülsmann, gfw-Geschäftsführerin.

(gfw Ges. für wirtschafts.)


 


 

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