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  • 09.12.2015, 11:49 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Silvesterfeuerwerk

Händler aufgepasst bei Verkauf und Lagerung explosionsgefährlicher Stoffe

Kanonenschläge, China-Kracher, Raketen: Beim Umgang mit Feuerwerkskörpern muss die Sicherheit immer an erster Stelle stehen. Dies gilt natürlich ganz besonders für die Lagerung und den Vertrieb dieser Artikel. Dazu können auch die Händler einen wichtigen Beitrag leisten.

Erlaubt ist die Abgabe von Feuerwerkskörpern der Kategorie 2 in diesem Jahr vom 29. bis zum 31. Dezember und zwar nur innerhalb von Verkaufsräumen – und nicht beispielsweise in Passagen oder aus einem Kioskfenster heraus. Das Abbrennen ist nur an Silvester und am Neujahrstag erlaubt.

Geschäftsinhaber, die zum Jahreswechsel Feuerwerkskörper anbieten wollen, müssen sich unbedingt mit den gesetzlichen Vorschriften vertraut machen. Dabei ist die Bezirksregierung eine wichtige Anlaufstelle. Denn Groß- oder Einzelhändler, die zum ersten Mal Silvesterfeuerwerk verkaufen möchten, müssen dies mindestens zwei Wochen vorher anzeigen. Die amtliche Anzeige-Bestätigung sollte sorgfältig aufbewahrt werden.

Der Verkauf und die Lagerung von Silvesterfeuerwerk sind mit besonderen Gefahren verbunden. Die Bezirksregierung informiert den Einzelhandel daher regelmäßig durch eine Informationsschrift. Sie enthält die aktuellen Regelungen dazu, wie Händler Feuerwerkskörper aufzubewahren haben und was sie beim Verkauf beachten müssen.

Die Bezirksregierung kontrolliert den Handel von Silvesterfeuerwerk vor Ort. Vor dem Jahreswechsel suchen Mitarbeiter Händler auf und prüfen zum Beispiel die Lagerbedingungen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die zulässigen Lagerhöchstmengen und den nicht erlaubten Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2 an Minderjährige gelegt. In regelmäßigen Abständen werden auch die genehmigten Lager für explosionsgefährliche Stoffe von der Bezirksregierung Münster auf ihre Sicherheit überprüft.

Verstärkt werden vor den erlaubten Verkaufstagen wieder die 425 großen Bunker- und Hallenlageranlagen in Richtung Münsterland und niederländische Grenze überprüft, in denen unbegrenzte Mengen an Silvesterfeuerwerk der Kategorien 1 und 2 gelagert werden dürfen. Im Rahmen der Marktüberwachung werden die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung der Produkte kontrolliert und ob sie für den deutschen Markt zugelassen sind.

Im Regierungsbezirk gibt es insgesamt circa 900 genehmigte Lager und Bunker, die einer Überwachung bedürfen. Im Einzelhandel sind im hiesigen Aufsichtsbezirk vermutlich circa 14.000 Betriebe vorhanden, die pyrotechnische Gegenstände zum Jahreswechsel verkaufen und durch die Mitarbeiter im Sprengstoffwesen beraten und kontrolliert werden.

(Bezirksregierung Münster)


 


 

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