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  • 04.06.2014, 09:17 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Sinkender Umsatz bei Erdgas Münster

Genehmigungsstau bremst Gas-Absatz

In Deutschland werden weniger Erdgas-Projekte genehmigt – mit Folgen für die Ferngasgesellschaft Erdgas Münster. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, drückte vor allem der Genehmigungsstau, aber auch der „natürliche Förderabfall“ den Absatz im vergangenen Jahr von 51,9 Milliarden auf 47,8 Milliarden Kilowattstunden.

Der Umsatz sank von 1,505 Milliarden auf nur 1,347 Milliarden . „Wir haben diese Entwicklung erwartet“, erklärte Andreas Gonschor, Geschäftsführer des münsterischen Unternehmens.

Erdgas Münster vermarktet nahezu die Hälfte der deutschen Erdgas-Produktion. Die heimische Förderung ging 2013 nach Angaben des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung um neun Prozent auf weniger als zehn Milliarden Kubikmeter zurück.

Leicht sinkende Marktpreise wurden im vergangenen Jahr für deutsches Erdgas erzielt. Bei Erdgas Münster ließen die niedrigeren Gewinnmargen das Ergebnis vor Steuern von 17,7 auf lediglich noch 16,1 Millionen sinken.

Investition in Großprojekt

Elf Millionen hat Erdgas Münster im vergangenen Jahr in ein Großprojekt investiert: In Großenkneten im Landkreis Oldenburg wurde eine Erdgas-Mischstation gebaut und in Betrieb genommen. Für die Einspeisung in das Erdgas-Münster-Netz sei außerdem von Exxon-Mobil eine 57 Kilometer lange Transportleitung übernommen worden, berichtete das Unternehmen.

Die Zahl der Gesellschafter von Erdgas Münster wuchs im vergangenen Jahr auf sechs. Die deutsche Tochter der kanadischen Vermilion Energy habe einen Kapitalanteil von 0,4 Prozent erworben, hieß es.

Für 2014 erwartet Firmenchef Gonschor erneut leicht sinken Absatz- und Ergebniszahlen.

(Jürgen Stilling, WN)


 


 

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