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  • 06.06.2014, 08:50 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Snacks im Trend

Westfleisch-Generalversammlung in Münster

900.000 Tonnen Fleisch hat Westfleisch 2013 vermarktet. 7,8 Millionen Tiere wurden in den fünf Fleischcentern des Unternehmens geschlachtet, davon 7,3 Millionen Schweine. Die Westfleisch-Landwirte lieferten knapp zehn Prozent des in Deutschland produzierten Fleisches – wenn man von Geflügel absieht.

„Westfleisch steht gut da“, sagte Finanzvorstand Carsten Schruck am Donnerstag bei der Generalversammlung des genossenschaftlichen Fleischvermarkters in Münster. Doch es gab auch Sorgen – etwa beim Blick nach Russland.

„Das Unternehmen steht stabil in bewegten Märkten“, sagte Vorstandschef Dr. Helfried Giesen. Das Vorsteuer -Ergebnis der Westfleisch-Gruppe stieg um 18,7 Prozent auf 13,5 Millionen € , der Jahresüberschuss im Konzern von 3,4 auf 6,2 Millionen € . Aber der Umsatz kletterte um „nur“ 1,3 Prozent auf 2,51 Milliarden € .

Schwieriges Export-Geschäft

Ein Grund: Der Export in Länder außerhalb der EU war schwierig. Er ging um 22 Prozent zurück. Seit Februar 2013 hat Russland den Markt für Fleischeinfuhren aus der EU abgeriegelt, weil in Polen die ­Afrikanische Schweinegrippe aufgetreten ist. So schnell wird sich das Problem wohl nicht lösen – nicht allein wegen neuer Berichte über Verdachtsfälle in Polen, sondern auch wegen der Ukraine-Krise.

Die Ausfuhren nach China sind dagegen wieder frei. China hatte in Schweine-Produkten Reste von Ohrmarken gefunden und die Lieferungen für ein Jahr unterbunden. „Die Export-Sperren sind Bremsen für das Geschäft“, sagte Schruck.

Westfleisch steuert um, steigerte den Export in die EU 2013 um 7,7 Prozent auf rund 300 000 Tonnen. Unter dem Strich verharrte der Export durch diese Anstrengungen auf Vorjahresniveau. Insgesamt kommt rund ein Drittel der Umsatzerlöse aus dem Ausland. „Wer erfolgreich im Markt bleiben will, ist zwingend auf den Export angewiesen“, sagte Giesen. Weltweit steige der Fleischverzehr an, während er in Deutschland 2013 leicht gesunken ist, auf 59,5 Kilogramm pro Kopf.

Veränderte Essgewohnheiten

Die Essgewohnheiten ändern sich: Immer öfter essen die Deutschen außer Haus – beim „schnellen Snack zwischendurch“. Dazu kommen Werkskantinen oder die Über-Mittag-Betreuung in Schulen und Kindergärten. Westfleisch hat sich auf diese Entwicklung mit Investitionen von rund 35 Millionen €  gestellt. Das zahlt sich aus. Etwa beim TK-Convenience-Spezialist Ice-House. Die junge Tochter des Veredelungscenters Westfalen-Land in Münster steigerte ihren Umsatz um 31 Prozent.

(Martin Ellerich, WN)


 


 

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