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  • 10.09.2015, 08:53 Uhr
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  • Münster / Münsterland / Berlin
Sommerfest der NRW-Landesvertretung

Münsterland zeigt seine Kompetenzen in der digitalen Welt

Als Motor der Digitalisierung im Arbeitsleben und im Alltag hat sich das Münsterland beim Sommerfest der NRW-Landesvertretung in Berlin am Dienstagabend vor rund 1.800 Gästen mit vielen Entscheidern aus Politik und Wirtschaft präsentiert.

„Mit dem Westen vernetzt“ lautete das Oberthema, das die Herausforderungen der digitalen Welt in den Mittelpunkt rückte. „Im Münsterland gibt es unwahrscheinlich viele Unternehmen, die die Entwicklung in diesem Bereich mit ihren Ideen vorantreiben. Nicht selten sind es sogar eher kleine Unternehmen, die in ihrer Nische Weltmarktführer sind. Deshalb freuen wir uns, dass sich sechs dieser Unternehmen bereit erklärt haben, sich hier den hochkarätigen Gästen vorzustellen“, sagt Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V.

Die Regionalmanagementinitiative hat den Auftritt des Münsterlandes mit der Regionale2016 Agentur organisiert. Begleitet wurden sie beim Sommerfest von einer großen Delegation von Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft aus dem Münsterland. „Damit die Hauptstädter sehen, dass es sich im Münsterland nicht nur gut arbeiten lässt, repräsentieren drei Köche, eine Eismanufaktur und zwei Getränkehersteller zudem die Lebensart der Region“, erklärt Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale2016.

Diese besondere Kombination lockte nach einem Aperitif-Empfang der Feinbrennerei Sasse schnell viele Besucher an den Pavillon des Münsterlandes im Garten der Landesvertretung. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verschaffte sich als eine der ersten Gäste einen Eindruck von den digitalen Kompetenzen und der Lebensart der Region, die sie als Gastgeberin des Sommerfestes in diesem Jahr nach Berlin gebeten hatte.

„Ich bin beeindruckt, von der Vielfalt der Ideen mit denen die Unternehmen die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und sie vorantreiben“, sagte sie. „Manches lässt sich mit ein paar Fingertipps auf dem Touchscreen erfahren, manches sogar sozusagen ganz altmodisch mit der Hand berühren.“

Ein Beispiel dafür ist die kleine Lampe der Design- und Produktentwickler von Desvicon. Das Start-Up aus Münster hatte einen 3D-Drucker mit nach Berlin gebracht. Dort wuchs die Lampe Kreis um Kreis heran. „Wir wollen unsere Kunden von der Idee bis zum fertigen Produkt zufriedenstellen“, erklärt Juri Boos. „Der 3D-Drucker ermöglicht das.“

Multitouchtisch von Heddier electronic aus Coesfeld

Zum Anfassen lud auch der Multitouchtisch von Heddier electronic aus Coesfeld ein. 35 Bilder von Schlössern oder kleinen Dörfern zeigten die Schönheiten des Münsterlandes. Mit einem Fingertipp erschloss sich der Besucher weitere Informationen, ein System, mit dessen Varianten das Unternehmen immer mehr Museum und Gedenkstätten in ganz Deutschland ausstattet. Informationsvermittlung per Fingertipp ist auch das Kerngeschäft des Dülmener App-Entwicklers Opwoco. Beim Sommerfest der NRW-Landesvertretung stellten sie unter anderem die Rettungsdienst-App MA-RIKA vor. Sie zeigt Notärzten im ländlichen Raum, welche nächstgelegenen Krankenhäuser auf das Trauma des jeweiligen Patienten spezialisiert sind und wo es noch freie Betten gibt.

Das Interesse der Besucher, zu denen unter anderem Bundes- und NRW-Minister, Staatssekretäre, Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Unternehmensvertreter gehörten, weckte außerdem d.velop. Die Software der Firma aus Gescher (Kreis Borken) hilft bei der Digitalisierung von allem, was vorher auf viel Papier gedruckt wurde, etwa das Rechnungswesen oder das Qualitätsmanagement von Unternehmen. Marketing-Direktor Werner Lütkemeier sagte: „Wir wollen das Bindeglied zwischen Industrie und neuem, digitalem Wirtschaftsmanagement sein.“

Als Paradebeispiel für letzteres gilt Schemberg Einrichtungen aus Mettingen (Kreis Steinfurt). Das Unternehmen baut Regalsysteme und Kassentresen für den Einzelhandel und hat die internen Arbeitsabläufe digitalisiert. „In der Montagesteuerung tragen alle Mitarbeiter den Status ihrer Arbeit in ein EDV-Dokument ein. So können alle sehen, welches Personal, welche Maschinen oder Fahrzeuge verfügbar sind“, sagt Geschäftsführer Theodor Schemberg. „Das erspart sehr viele Abstimmungsprozesse.“ Wie sich ein Onlineshop erfolgreich am Markt behaupten kann, erklärte Christian Bleser vom Telgter Unternehmen Hygi.de. Rund 45.000 Reinigungs- und Hygieneartikel hat der Shop im Angebot – und hält von der Softwareentwicklung bis zum Vertrieb alles in einer Hand.

Für eine kleine Stärkung auf Münsterlander Art hatten die Pott’s Brauerei, Sasse und die Coesfelder Bio-Eis-Manufaktur Gelato Mio ein kleines Angebot mit nach Berlin gebracht. Heiko Weitenberg, Thomas Kliewe und Josef Willenbrink, drei Köche der Regionalen Speisekarte Münsterland, boten zudem eine Hauptspeise und einen Nachtisch aus der Region an.

Die Unternehmen im Pavillon des Münsterlandes

  • Desvicon GbR , Münster | www.desvicon.de
  • d.velop AG, Gescher (Kreis Borken) | www.d-velop.de
  • Heddier electronic – Gesellschaft für innovative Datensysteme mbH, Coesfeld | www.heddier.com
  • Hygi.de GmbH & Co. KG, Telgte (Kreis Warendorf) | www.hygi.de
  • Opwoco GmbH, Dülmen (Kreis Coesfeld) | www.opwoco.de
  • Schemberg Einrichtungen GmbH, Mettingen (Kreis Steinfurt) | www.schemberg.de

Weitere Partner:

  • Pott´s Brauerei, Oelde
  • Sasse Feinbrennerei, Schöppingen
  • Gelato Mio, Coesfeld
  • Agravis, Münster
  • Heiko Weitenberg (Landgasthaus Hohen Hagen, Ennigerloh)
  • Thomas Kliewe (Westfälischer Hof, Beckum)
  • Josef Willenbrink (Gasthof Willenbrink, Lippetal)

(Redaktion)


 


 

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