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  • 07.10.2013, 15:50 Uhr
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  • Münsterland / Gronau
Spektakulärer Unfall in Gronau

Traktor driftet bei Unfall auf Tankstelle zu

Ein tonnenschweres Traktor-Gespann kam in Gronau nach dem Zusammenprall mit einem Pkw ins Schleudern und landete seitwärts direkt vor den Zapfsäulen einer Tankstelle. Die Traktorfahrer wurde von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit und in eine Klinik gebracht. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf mindestens 147.000 Euro.

Nach Informationen der Polizei befuhr eine 19-jährige Pkw-Fahrerin aus Bückeburg gegen 14.15 Uhr mit ihrem Ford Escort die Gildehauserstraße stadteinwärts. Auf einer Kreuzung wollte die Frau dann nach links in die Vereinsstraße abbiegen. Dabei kam es zur Kollision mit einem Traktorgespann (Zugmaschine und Anhänger), das die Gildehauserstraße stadtauswärts befuhr.

Nach dem Zusammenprall driftete der 25-jährige Traktorfahrer aus Bad Bentheim mit dem mehrere Tonnen schweren Gespann nach rechts von der Kreuzung, entwurzelte einen Baum und prallte gegen einen Kleintransporter, der an der Tanksäule einer neben der Kreuzung befindlichen Tankstelle stand. Der Traktor kam schließlich auf der Seite liegend zum Stillstand.

Durch die Wucht des Unfall wurde die Vorderachse des Traktors abgerissen und blieb unter dem Anhänger stecken. Die Ladung auf dem Anhänger – es handelte sich um den Prototypen einer neuen Maschine zur Maisverarbeitung – war so gut gesichert, dass sie nach ersten Informationen unbeschädigt blieb.

Der 25-jährige Traktorfahrer wurde bei dem Unfall nach ersten Angaben an der Unfallstelle schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Er wurde mit einem Rettungswagen in die Klinik nach Enschede gebracht, die er aber nach Angaben von Familienangehörigen bereits im Laufe des Nachmittages wieder verlassen konnte. Die Fahrerin des Ford Escort und zwei Mitfahrer in ihrem Wagen (beide 21 Jahre alt) trugen leichte Verletzungen davon. Unverletzt blieb hingegen der 47 Jahre alte Fahrer des Kleintransporters, der an der Zapfsäule stand.

„Das hätte auch anders ausgehen können“, kommentierte ein Polizeibeamter das Unfallszenario. Nicht auszudenken welche Folgen der Unfall gehabt hätte, wenn im viel befahrenen Kreuzungsbereich zum Unfallzeitpunkt Radfahrer unterwegs gewesen wären – der Unfall ereignete sich genau im Bereich einer Radfahrerfurt. Glück auch, dass der Traktor wenige Meter vor den Zapfsäulen der Tankstelle zum Stillstand kam. An der Tankstelle wurden lediglich das Blech eines Abdaches und einige Leuchten beschädigt.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 147.000 Euro: Alle drei Fahrzeuge erlitten einen Totalschaden. Polizei, Feuerwehr und zwei Krankwagen waren bis gegen 18 Uhr am Samstag mit der Bergung des Traktor-Gespanns beschäftigt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die Kreuzung immer wieder teilweise für den Verkehr gesperrt.

(Klaus Wiedau)


 


 

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