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  • 23.06.2014, 11:24 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Spekulationen

SPD äußert sich zu Flughafen und Provinzial

Die münsterischen Geschäftsanteile am Flughafen Münster-Osnabrück sollen nicht länger bei den Stadtwerken bleiben, sondern zur Stadt wandern. Diese Forderung äußerte die SPD bei einem Pressegespräch: Weitere Forderung: Die Diskussionen über die Zukunft der Provinzial sollen schleunigst vom Tisch.

Gleich zwei Institutionen, die für Münster ein besonderes Gewicht haben, zugleich aber auch weit in die Region hineinstrahlen, werden derzeit kontrovers diskutiert: der Flughafen Münster-Osnabrück sowie die Provinzial -Versicherung. Grund genug für die münsterische SPD, in einem Pressegespräch dazu die eigene Position zu formulieren. Der Vorsitzende der Ratsfraktion, Dr. Michael Jung, sowie der Landtagsabgeordnete Thomas Marquardt übernahmen am Freitag diese Aufgabe.

Beim Thema FMO besteht die SPD darauf, dass die bislang von den Stadtwerken Münster getragenen FMO-Anteile direkt zur Stadt kommen. „Wir waren bislang der Ansicht, dass sich die drei großen Fraktionen von CDU, SPD und Grünen in dieser Frage einig sind“, zeigte sich Jung verwundert über kritische Äußerungen des CDU-Kreisvorsitzenden Josef Rickfelder in dieser Angelegenheit. Da die (vorerst) noch absehbaren Verluste beim Betrieb des Flughafens die Stadtwerke- Bilanz belasten, die Stadt Münster ihrerseits auf eine unveränderte Gewinnabführung bestehe, „schmilzt die Eigenkapitalbasis der Stadtwerke“, so Jung. Angesichts anstehender Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien könne das kein Dauerzustand sein.

Thema Provinzial: Spekulationen beenden

Beim Thema Provinzial forderte Thomas Marquardt den Aufsichtsrat des Unternehmens demonstrativ auf, die Spekulationen der vergangenen Wochen einschließlich der Personalspekulationen zu beenden. Die Versicherung sei ein „grundsolides Unternehmen“, das sich auch ohne die im Raum stehenden, möglicherweise tief greifenden Veränderungen am Markt werde behaupten können. Ein Verkauf an Private stehe ohnehin nicht mehr zur Debatte, so Marquardt weiter. Er verwies auf eine entsprechende Feststellung der Landesregierung, wonach die Provinzial „gemeinwohl-orientiert ist und einen öffentlichen Auftrag erfüllt“.

Die wichtigsten Eigentümer der Provinzial sind der Sparkassenverband Westfalen-Lippe sowie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. An ihre Adresse appellierten Jung und Marquardt, keine Entscheidungen zu treffen, die den Standort Münster gefährden. Nicht zuletzt als Gewerbesteuerzahler sei die Provinzial für Münster von „überragender Bedeutung“.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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