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  • 07.07.2014, 11:14 Uhr
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  • Münster / Münsterland
"Spider"

BASF nimmt neues Leitstellensystem in Betrieb

„Spider“ heißt das neue Managementsystem, das zum Einsatz kommt, wenn bei der BASF ein Schadensfall eintritt. „Spider“ – das hat allerdings nichts mit Spiderman, dem Comic- und Kinohelden zu tun.

Statt auf die übernatürliche Kraft von Superhelden setzt die BASF auf ein internes Netzwerk, das die Standorte Münster, Ludwigshafen, Schwarzheide und Antwerpen miteinander verbindet. Dieses Netz trägt den Namen „Spider“.

Die neue Feuerwehrleitstelle wurde in dieser Woche in Betrieb genommen. Sie löst die 22 Jahre alte Technik ab und bedeutet einen „Quantensprung“, wie Eberhard Krude, Leiter der Werkfeuerwehr in Hiltrup, überzeugt ist. Künftig unterstützen sich die Einsatzkräfte innerhalb des BASF-Verbundes gegenseitig. „Das bringt die große BASF-Familie noch näher zusammen“, betont Werkleiterin Dr. Renate Bork-Brücken. Die jeweiligen Einsatzleitungen können schnell und effektiv mit Know-how aushelfen und einander den Rücken frei halten. Es gibt eine zentrale Technik und abgestimmte Prozesse.

Der Standort Münster übernimmt eine zentrale Rolle

„Münster wird eine zentrale Rolle übernehmen, wenn es zu Schadensfällen in Schwarzheide, Ludwigshafen oder Antwerpen kommt“, verspricht Rolf Haselhorst, Leiter der Werkfeuerwehr der BASF in Ludwigshafen und Herr über 2500 BASF-Feuerwehrleute weltweit. Er zeigte sich überzeugt, dass die Werkfeuerwehr noch effizienter arbeiten werde als in der Vergangenheit. Deshalb werde man schon bald in Spanien, Asien und Südamerika ähnliche Managementsysteme für den Notfall einführen.

In der neuen Leitstelle gibt es zwei Arbeitsplätze. Bei Bedarf können Kollegen aus den anderen Standorten des Netzwerkes zugeschaltet werden. Zeitgleich zur neuen Leitzentrale wird in Münster ein neuer Raum für einen Krisenstab eingerichtet. Im Herbst erfolgt die Erweiterung der Fahrzeughalle. Zwei weitere Fahrzeuge werden angeschafft. Allein in Münster investiert die BASF 4,5 Millionen Euro, sagt Werkleiterin Bork-Brücken. Sicherheit stehe an erster Stelle – doch am besten sei es, wenn erst gar kein Schadensfall den Einsatz der neuen Steuerungsmöglichkeiten für Großeinsätze notwendig mache.

(Michael Grottendieck, WN)


 


 

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