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  • 02.01.2013, 16:24 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Staat als Erbe

Zahl der Fiskalnachlässe steigt in Westfalen deutlich

Erben gesucht: In Westfalen gab es im vergangenen Jahr über 550 Nachlässe, für die keine Erben gefunden werden konnten. Die Häuser, Grundstücke oder auch Geldsummen gehen in solchen Fällen als Fiskalerbschaften an den Staat.

Wie aus Erhebungen der Bezirksregierungen in Arnsberg, Münster und Detmold hervorgeht, ist die Zahl der staatlichen Erbschaften in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: 2001 gab es in Westfalen lediglich 220 Fälle, bei denen Angehörige nicht auffindbar waren oder sie den Nachlass nicht annehmen wollten. 2012 verzeichnete allein die Stadt Bochum 137 Fälle. 2011 lag die Zahl der Fiskalnachlässe mit 585 Fällen ebenfalls auf einem hohen Niveau.

Ein Grund für diese Entwicklung ist der demografische Wandel: „Der Anteil älterer Menschen ohne Angehörige wächst und damit auch die Vermögenswerte, für die keine Erben vorhanden sind. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die ein Erbe ausschlagen, weil es mit Schulden belastet ist“, teilt die Bezirksregierung Arnsberg mit. Die staatlichen Einnahmen durch Fiskalerbschaften halten sich allerdings in Grenzen: So lag der Gewinn durch den Verkauf von Immobilien und Grundstücken im Jahr 2011 in Westfalen bei knapp zwei Millionen Euro. Dem gegenüber standen Ausgaben der Behörden in Höhe von 580.000 Euro – ohne Personalkosten.

(Westfalen heute)


 


 

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