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  • 29.08.2013, 12:38 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Stabile Entwicklung

Der Arbeitsmarkt im August

„Die Arbeitslosigkeit ist im August im Zuge der Sommerpause angestiegen. Insgesamt entwickelt sich der deutsche Arbeitsmarkt stabil.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Im Zuge der anhaltenden Sommerpause hat die Arbeitslosigkeit von Juli auf August um 32.000 auf 2.946.000 zugenommen. Saisonbereinigt hat sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 7.000 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr waren 41.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Der Anstieg im August hängt auch damit zusammen, dass die Arbeitsmarktpolitik weniger entlastet hat.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich im August 2013 auf 3.868.000 Personen. Das waren 6.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weiter leicht zurückgegangen ist, die Arbeitslosigkeit sich jedoch erhöht hat, hängt damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Juli 2,28 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,4 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im August 956.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum August 2012 ergibt sich ein Anstieg von 46.000. Insgesamt 870.000 Personen erhielten im August Arbeitslosengeld ; 34.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im August bei 4.423.000. Gegenüber August 2012 war dies ein Rückgang von 9.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.990.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 6.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Der Anstieg ist jedoch schwächer als in den letzen Monaten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Juli gegenüber dem Vorjahr um 218.000 auf 41,91 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im Juni gegenüber dem Vorjahr um 348.000 auf 29,27 Millionen Personen zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt in allen Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit) und im Gesundheits- und Sozialwesen. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich in den letzten Monaten auf einem gutem Niveau stabilisiert. Im August waren 445.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das waren 49.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf, Logistik und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, zeigte sich im August unverändert bei 148 Punkte. Gegenüber dem Vorjahr lag er um 15 Punkte im Minus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2012 bis August 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 485.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 12.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum haben rund 542.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 2.000 weniger als vor einem Jahr. Auch die Zahl der bislang abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt nach aktuellen Daten der Kammern unter dem Vorjahresniveau. Damit könnte die Ausbildungsmarktbilanz im September etwas schwächer ausfallen als im letzten Jahr.

(Redaktion)


 


 

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