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  • 25.03.2015, 15:54 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Stadthafen Münster

LVM will im Osmo-Areal am Hafen 60 Millionen Euro investieren

Die Frage, wer das letzte freie Grundstück am Hafenbecken – in der Verlängerung des Kreativkais – erhält, ist entschieden. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Stadtwerke das Grundstück, auf dem derzeit die Osmo-Hallen stehen, an die LVM-Versicherung verkaufen möchten.

Die Versicherung plant als Kapitalanlage einen 60 Millionen Euro teuren Bürokomplex. Im geringeren Umfang sind auch Wohnungen und Gastronomie vorgesehen. Baubeginn soll 2017 sein.

„Diese Investition ist für uns ein Bekenntnis zum Standort Münster.“ Als der LVM-Vorstandsvorsitzende Jochen Herwig dies am Mittwoch bei einem Pressegespräch sagte, klang auch gleich ein weiteres Bekenntnis mit: Der LVM ist fest davon überzeugt, dass der münstersche Stadthafen noch weitere Büroflächen verträgt. „Wir sind überzeugt davon, dass Münster wächst“ – und der Hafen gleich mit.

Auf jeden Fall will das münsterische Versicherungsunternehmen die Lücke am Kreativkai schließen, die sich heute zwischen dem Coppenrath-Verlag und dem Kuhr-Speicher auftut.

Aufteilung des Osmo-Geländes

Das Osmo-Gelände, über dessen Anschlussnutzung seit Jahren diskutiert wird, teilt sich heute auf in vier Bereiche:

  1. Den westlichen Teil möchte der Coppenrath-Verlag als Erweiterungsfläche nutzen.
  2. Auf dem nördlichen Teil (in Richtung Schillerstraße) möchte das Investorenduo Deilmann/Kresing ein Wohnquartier errichten.
  3. Der östliche Teil dient der Expansion des Kuhrschen Speichers.
  4. Der Süden mit der attraktiven Wasserkante geht an die LVM-Versicherung.

Auf einem 10.500 Quadratmeter großen Grundstück, das der LVM für 5,5 Millionen Euro von den Stadtwerken erwerben möchte, soll zwischen 2017 und 2020 ein 60 Millionen Euro teurer und 22.500 Quadratmeter großer Gebäudekomplex entstehen – mit Tiefgarage, Büros, Dienstleistungsflächen sowie (vermutlich) Gastronomie und einigen Wohnungen.

LVM-Konzept gewinnt im Investoren-Wettbewerb

Die LVM-Versicherung und die von ihr beauftragten Architekten Manfred Bukowski und Frank Lecke gingen aus einem Investoren-Wettbewerb als Sieger hervor. Die Entscheidung, so Stadtwerke-Chef Dr. Henning Müller-Tengelmann und Stadtdirektor Hartwig Schultheiß (beide Jurymitglieder) „fiel einstimmig“.

Den Grundstücksstreifen, den die LVM-Versicherung am Hafenbecken bebauen möchte, gehört zu dem früheren Firmengelände des vor 15 Jahren in die Insolvenz gegangenen Unternehmens Ostermann & Scheiwe (Osmo).

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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