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  • 04.02.2015, 09:37 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Stadthaus-Sanierung

Vorbereitungen für das Mega-Projekt sind in der Verwaltung angelaufen

30 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren in die Sanierung des Stadthauses 1 investiert. In der Verwaltung sind jetzt die Vorbereitungen für dieses Großprojekt angelaufen.

Im Rahmen eines europaweiten Ausschreibeverfahrens soll bis zum Sommer das Architekturbüro ermittelt werden, das die Sanierung umsetzen wird, berichtet Siegfried Methner, Projektleiter im Amt für Immobilienmanagement. Wer den Zuschlag erhält, wird sich voraussichtlich nach den Sommerferien entscheiden. „Das Büro kann dann umgehend mit den Planungen beginnen“, sagt Methner. Dabei müsste auch eine Reihe grundsätzlicher Fragen geklärt werden: Was wird während der Bauarbeiten – und danach – aus der Kantine in der obersten Etage, wo arbeiten während der Sanierung die rund 600 Beschäftigten der Verwaltung?

„Ein komplexes Projekt“, betont Methner – erfolgen die Arbeiten doch bei laufendem Betrieb. Die konkreten Pläne sollen bis zum dritten Quartal 2016 stehen, danach erfolge dann die europaweite Ausschreibung der Bauleistungen. Anfang 2017 – „nach dem Weihnachtsmarkt“ – soll die Sanierung beginnen. Methner berichtet, dass sie in vier Abschnitten umgesetzt werden und sich über vier Jahre erstrecken soll, also erst 2021 abgeschlossen sein wird. Immer wieder müssten in diesem Zeitraum Abteilungen dorthin umziehen, wo gerade nicht saniert wird – oder die Sanierung bereits abgeschlossen ist.

Großteil der Sanierung im Gebäudeinneren

„Die äußere Optik des Stadthauses 1 bleibt auch nach Abschluss der Arbeiten erhalten“, betont Siegfried Methner. Es sei lediglich geplant, an zwei Fassaden die Fenster-Einfassungen zu erneuern. Der Großteil der Sanierung wird hingegen im Gebäudeinneren über die Bühne gehen: Strom, Wasser, Telefon und Internet müssten dringend überholt werden. „Es wäre sicherlich einfacher gewesen, das Gebäude während der Sanierung komplett freizuziehen“, sagt Methner. „Doch wo hätten wir die Leute lassen sollen?“

Noch nicht abschließend geklärt sei, ob sich die Kantine auch nach der Sanierung im obersten Geschoss befinden wird. „Die aktuelle Tendenz: Ja, das wird der Fall sein“, sagt der Projektleiter. Überlegungen, ob sie künftig nachmittags oder abends für Veranstaltungen zur Verfügung steht, befänden sich noch im Anfangsstadium.

Im Bereich der heutigen Tourist-Information ist ein zentraler Eingangsbereich geplant. Pläne, dass die Geschäfte im Erdgeschoss ausziehen sollen, gebe es derzeit nicht, „sie sind lukrativ vermietet“. Die Funktion der Stadthausgalerie werde wohl erhalten bleiben.

Nach Einschätzung von Methner ist die bevorstehende Sanierung „über-überfällig“. „In den vergangenen Jahren war die Haustechnik nur im notwendigsten Umfang nachgerüstet worden“, etliche Leitungen im Haus seien mehr als 50 Jahre alt. „Die können wir nach Abschluss der Sanierung direkt ins Museum bringen.“

(Martin Kalitschke, WN)


 


 

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