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  • 14.10.2013, 09:49 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Stadtwerke Münster

Positive Umfrage-Ergebnisse zum Thema Sponsoring

Die Stadtwerke Münster standen zu Jahresbeginn wegen ihres Sponsorings öffentlich in der Kritik. Die aktuelle GfK-Umfrage bei 500 Münsteranern zeige aber, dass das Sponsoring positiv gesehen werde und sogar noch ausbaufähig sei. So die Stadtwerke bei der Präsentation der Umfrage-Ergebnisse am Freitag.

„Die Stadtwerke sponsern die Preußen, sie sollten lieber die Gas- und Strompreise senken!“ Wer derlei sagt, glaubt die Münsteraner auf seiner Seite zu haben. Hat er aber nicht!

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann stellte am Freitag das Ergebnis einer Umfrage vor, in der den Sponsoring -Aktivitäten des städtischen Unternehmens ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Das Ergebnis beruht auf einer Befragung, die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bei 500 Münsteranern durchgeführt hat, 456 davon waren Stadtwerke-Kunden.

95 Prozent begrüßen das Engagement

Knapp 95 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie das finanzielle Engagement des Unternehmens für Sportvereine, Kulturveranstaltungen und soziale Initiativen begrüßen, knapp die Hälfte begrüßen es sogar „sehr“. 68 Prozent gaben überdies an, dass sie einen Ausbau des Sponsorings zustimmen würden.

Die Stadtwerke hatten die Umfrage in Auftrag gegeben, nachdem es zu Beginn des Jahres eine öffentliche Diskussion über das Thema gegeben hatte. In der Kritik stand dabei die inzwischen eingestellte Stadtwerke-Veranstaltung „Streitkultur“.

Müller-Tengelmann kündigte an, dass sein Unternehmen künftig ein Mal pro Jahr die für Sponsoring aufgewendeten Ausgaben veröffentlichen werde. Für das Jahr 2012 waren dies 747.000 Euro. Größter Nutznießer dabei war der SC Preußen mit 135.000 Euro. Im Gegenzug dürfen die Stadtwerke dafür unter anderem die sogenannte Familientribüne im Stadion mit 140 Plätzen nutzen und ihren Kunden zur Verfügung stellen. Darüber hinaus fördert das Unternehmen die Basketballer des UBC Münster und hat überdies bei Heimspielen der USC-Volleyballerinnen 25 Sitzplätze „gebucht“. Diese Plätze stehen dann ehrenamtlich tätigen Münsteranern kostenlos zur Verfügung.

Mehr soziales Engagement gewünscht

Während das Geld für Sportvereine mit rund 35 Prozent den größten Bereich im Sponsoring-Etat ausmacht, gehen die Wünsche der Münsteraner stärker in Richtung Soziales. Hier sollen sich die Stadtwerke bevorzugt engagieren.

Müller-Tengelmann kündigte an, dass sein Unternehmen eine Neuausrichtung überprüfen werde, benannte aber zugleich die Schwierigkeiten. In den Bereichen Sport und Kultur stünden in der Regel konkrete Veranstaltungen im Mittelpunkt, die den Stadtwerken einen „Gegenwert“ in Form von Werbung oder der Nutzung von Eintrittskarten beschere. Dies sei im Sozialbereich bedeutend schwieriger.

Sponsoring ist nicht gleich Spende

Der Stadtwerke-Chef betonte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass man ein Sponsoring-Engagement nicht mit einer Spende verwechseln dürfe. Beim Sponsoring müssten die Stadtwerke auch einen unternehmerischen Vorteil erzielen.

Im Sozialbereich fördern die Stadtwerke die Aktion Stromsparcheck, die durchgeführt wird vom Sozialverband SKM. Einkommensschwache können dabei kostenlos überprüfen lassen, ob ihre Haushaltsgeräte zu viel Strom verbrauchen.

(Klaus Baumeister)


 


 

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