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  • 27.11.2014, 08:55 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Start in 2015

GAD-Eigner stimmen Fusion mit der Fiducia IT zu

Die Eigentümer des münsterischen IT-Dienstleisters GAD haben am Mittwoch ein klares Votum für den Zusammenschluss mit der Fiducia IT in Karlsruhe abgegeben. 94 Prozent der Eigentümer, überwiegend Volks- und Raiffeisenbanken, entschieden sich in der Generalversammlung in Münster für ein Zusammengehen mit dem süddeutschen Partner zum Jahresbeginn 2015.

„Wir freuen uns über dieses eindeutige Signal unserer Mitglieder“, so Claus-Dieter Toben, Vorstandsvorsitzender der GAD. „Es zeigt uns, dass unser Gesamtkonzept für den Zusammenschluss überzeugt und unsere Mitglieder uns vertrauen.“

Ob die beiden Rechenzentralen zum 1. Januar 2015 zu einem Unternehmen verschmelzen, steht indes noch nicht ganz sicher fest. Erst am 4. Dezember 2014 entscheiden die Eigentümer der Fiducia IT AG im Rahmen einer Hauptversammlung.

Wie berichtet, will das neue Unternehmen, das den Namen „Fiducia & GAD IT“ tragen soll, mit mehr als 5000 Mitarbeitern einen Umsatz von über 1,4 Milliarden jährlich erzielen. Damit ist das neue Unternehmen nach eigenen Angaben die Nummer vier in der Branche.

Standort- und Beschäftigungsgarantie bis Ende 2019

Wichtig für die nahezu 2000 GAD-Beschäftigten ist eine im Laufe dieses Jahres getroffene Vereinbarung zwischen Firmenspitze und Arbeitnehmervertretern. Bis Ende 2019 wurde eine Standort- und Beschäftigungsgarantie gegeben. Damit seien bis zu diesem Zeitpunkt betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, versicherte die GAD.

Der bisherige GAD-Chef Claus-Dieter Toben wird im fusionierten Unternehmen Stellvertreter des künftigen Vorstandsvorsitzenden Klaus-Peter Bruns, der bislang im Fiducia-Chefsessel saß.

Nach zahlreichen Fusionsanläufen zwischen GAD und Fiducia soll der jetzt wohl erfolgreiche Pakt auf Druck der Volks- und Raiffeisenbanken geschlossen worden sein. Noch im Juli 2012 waren Fusionsverhandlungen gescheitert. Ursprünglich gab es bundesweit elf genossenschaftliche Rechenzentren. GAD und Fiducia sind schon seit dem Jahr 2004 die beiden letzten IT-Dienstleister des Sektors.

(Jürgen Stilling, WN)


 


 

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