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  • 10.06.2014, 10:42 Uhr
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  • Münsterland / Deutschland
Statusbericht Dax-30-Unternehmen

Anteil der Frauen in Führungspositionen steigt weiter

Bereits zum dritten Mal veröffentlichen die Dax-30-Unternehmen ihren Statusbericht zur freiwilligen Selbstverpflichtung, mehr Frauen in Führungspositionen zu etablieren. Bei unterschiedlichen Branchenvoraussetzungen ist die Tendenz weiterhin sehr positiv.

Seit Beginn der Initiative im Jahr 2011 ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland klar gestiegen: Er ist in diesem Zeitraum im Durchschnitt sehr viel stärker gewachsen als der allgemeine Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft. Das ist ein Beleg für die nachhaltige, engagierte und erfolgreiche Personalpolitik der Dax-30-Unternehmen. Da sich die Rahmenbedingungen in den beteiligten Unternehmen erheblich unterscheiden, differieren die Ziele je nach Branche, strategischer Ausrichtung und Organisationsstruktur.

Die Dax-30-Unternehmen bauen weiterhin auf die freiwillige Selbstverpflichtung, um diese positive Entwicklung fortzusetzen. Der Statusbericht ist wie im Vorjahr auf der Homepage der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) veröffentlicht.

Frauen in Führungspositionen bei der Commerzbank

Die Commerzbank konnte ihren Anteil von Frauen in Führungspositionen von 25,7 Prozent im Jahr 2012 auf 27,4 Prozent im Jahr 2013 steigern und arbeitet weiter an ihrem Ziel, diesen bis Ende 2015 auf 30 Prozent zu erhöhen. "Es liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Aber wir sind zuversichtlich, bis Ende nächsten Jahres 30 Prozent Frauen in Führungspositionen in der Commerzbank zu haben", sagte Personalvorstand Frank Annuscheit.

Die Commerzbank setzt dabei auf gezielte Maßnahmen. Neben der bankeigenen Kinderbetreuung ist es möglich, Führungspositionen in Teilzeit zu übernehmen, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Darüber hinaus ist die Förderung von Frauen fest in den Managementzielen der Bank verankert. So werden aktuell rund 600 Mentees von Führungskräften aller Ebenen in ihrer beruflichen Entwicklung begleitet, die Hälfte davon sind Frauen. Im Rahmen der Mentoring-Programme betreuen die Vorstände und das Topmanagement jährlich ein bis zwei Mentees. Durch weitere interne Programme wie zum Beispiel "Keep in Touch" sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer flexiblen Arbeitszeit von 10 bis 20 Prozent in ihrer Elternzeit Kontakt zur Bank halten.

"Wir möchten mit unseren bankinternen Maßnahmen Frauen in ihrem Wunsch unterstützen, eine Führungsposition einzunehmen. Im vergangenen Jahr konnten wir sogar mehr Frauen in Führungspositionen bringen als geplant. Das ermutigt uns und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Barbara David aus dem Diversity-Management der Commerzbank.

Familienbewusste Personalpolitik mit Zertifikat

Darüber hinaus zählt die Commerzbank zu einem der wenigen Unternehmen, die bereits zum fünften Mal für ihre familienbewusste Personalpolitik mit dem Zertifikat zum "audit berufundfamilie" ausgezeichnet werden. Es handelt sich dabei um eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die Zertifikatsverleihung findet am 17. Juni 2014 in Berlin statt.


 


 

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