Weitere Artikel
  • 21.11.2014, 08:50 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Steigende Sozialausgaben

Behindertenhilfe steigt 2015 erneut um 100 Millionen Euro

Um seine nach wie vor steigenden Sozialausgaben finanzieren zu können, will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) seine Mitglieder im kommenden Jahr zur Kasse bitten.

Wie LWL-Chef Matthias Löb bei der Einbringung des Haushaltes 2015 am Donnerstag erklärte, soll die Umlage für seine 27 Mitgliedskreise um 0,5 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent steigen. Das bedeutet: Die Kommunen sollen im kommenden Jahr rund 60 Millionen Euro mehr an den Verband überweisen.

Dessen Etat wird im kommenden Jahr um 130 Millionen Euro höher liegen als 2014 und zum ersten Mal die Drei-Milliarden-Euro-Marke knacken.

Der größte Posten sind nach wie vor die Sozialausgaben, die fast 2,2 Milliarden Euro verschlingen. Vor allem in der Behindertenhilfe steigen die Kosten seit Jahren – allein 2015 um rund 100 Mil­lionen Euro. Dass die Ausgaben für die sogenannte Eingliederungshilfe „von Jahr zu Jahr um vier bis fünf Prozent steigen, ist bundesweit festzustellen“, sagte Löb.

Ohne eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages klafft im LWL-Etat eine Deckungslücke von rund 60 Millionen Euro. Eigentlich hat der Bund erklärt, sich künftig an der Eingliederungshilfe mit fünf Milliarden Euro zu beteiligen. Im Vorgriff darauf wurde den Kommunen für 2015 bereits eine Milliarde Euro überwiesen; 107 Millionen Euro davon landeten bei den Städten und Gemeinden in Westfalen-Lippe. Von diesem Kuchen möchte der LWL ein Stückchen abhaben.

(Elmar Ries, WN)


 


 

Behinderte
Sozialausgaben
LWL
Eingliederungshilfe
Kommunen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Behinderte" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: