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  • 22.10.2013, 09:39 Uhr
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  • NRW / Rheda-Wiedenbrück
Streit beigelegt

NRW-Arbeitsminister Schneider legt Konflikt mit Fleischproduzent Tönnies bei

Die deutliche Kritik von NRWArbeitsminister Guntram Schneider an den Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen im Land ist nicht vergessen. Trotzdem verlief sein Treffen mit Deutschlands größtem Fleischproduzenten Clemens Tönnies am Montag in Rheda-Wiedenbrück offenbar überaus harmonisch, der Konflikt ist beigelegt.

Der Minister sprach anschließend gegenüber unserer Zeitung von „wirklich bemerkenswerten Schritten“, die der Branchenunternehmer einen Tag vor den Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft NGG angekündigt habe.

Dazu gehöre, dass er „einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 € zustimmt und dabei die Werkvertragsarbeitnehmer genauso behandeln will wie fest Angestellte“.

Nach Schneiders Einschätzung reagiert Tönnies damit auf das zuletzt negativ belastete Image der Fleischbranche infolge zahlreicher Medienberichte über eine ausufernde Zahl von Werkverträgen. Der Minister selbst hatte im August von Untersuchungen des NRWArbeitsschutzes berichtet, wonach in vielen Großbetrieben Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten würden und Arbeitnehmer mit Werkverträgen zu Niedriglöhnen arbeiten müssten.

Diese Ergebnisse hätten beim Treffen mit Tönnies keine Rolle gespielt, meinte Schneider. Das Gespräch habe sich gleichwohl um die Arbeitsbedingungen und Hygienefragen gedreht. Positiv wertete der Minister, dass Tönnies die Betriebsräte stärker bei Werkverträgen einbinden wolle. „Ich glaube, der steht dazu“, meinte Schneider.

(Hilmar Riemenschneider)


 


 

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