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  • 22.03.2013, 10:35 Uhr
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  • Ahlen
Stromausfall in Ahlen

Ampeln, Lichtern und Geldautomaten ging der Strom aus

Der Großteil der Ahlener stand am gestrigen Spätvormittag für eine knappe Stunde stromlos da. Durch einen technischen Defekt gab es für 20.000 der 28.000 Anschlüsse in Ahlen keine Stromversorgung mehr.

Die Fraktion der Stromlosen stellten am späten Donnerstagmorgen in Ahlen die Zwei-Drittel-Mehrheit: Nach dem Versagen einer Art FI-Schalter im Leitungsnetz stieg einer der Haupttransformatoren der Stadtwerke aus und nahm etwa 20.000 der 28.000 Anschlüssen die Spannung. Abgesehen von einigen Bereichen im Norden der Stadt blieb es knappe 40 Minuten dunkel, für viele Ahlener sogar deutlich länger. Ampeln, Geldautomaten, Leuchten – was nicht an einer Stützbatterie oder einem Notstromaggregat hing, das blieb ausgeschaltet.

Die Mitarbeiter in der Leitstelle der Feuerwehr verzeichneten fast 100 Anrufe besorgter Bürger, hatten aber keine Probleme wie in Liften stecken gebliebene Menschen abzuarbeiten. Gleichzeitig spürten die Teams der Stadtwerke die Fehlerquelle auf. Oder besser gesagt: die Stelle, wo der Kurzschluss passiert sein musste. Denn auf jener etwa drei Kilometer langen Zehn- KV-Freileitung lag weder ein Ast noch hing ein Vogel daran, die als Verursacher infrage gekommen wäre. Sicher war aber, dass es dort passiert sein musste.

Fest stand auch, dass der nachgelagerte Schalter – etwa so groß wie ein Familienkühlschrank mit ordentlichem Gefrierteil – defekt war. Spezialisten untersuchen noch, warum er schon nach 14 Jahren „durch“ sein kann, wobei solche Geräte normalerweise locker 50 Jahre halten. Noch bei der letzten Routineprüfung vor zwei Jahren hatte er sauber funktioniert.

Auch in den Innenstadtgeschäften räumte das Personal Einkäufe aus den Körben zurück in die Regale. Da der Strom nach 40 Minuten zurückkehrte, verzichteten die Chefs von Lebensmittelfilialen auf den Anruf, mit dem sie Tiefkühl-Lkw zur Rettung der Frostware geordert hätten. Und in einem Kindergarten in der Innenstadt machten die Gruppenleitungen den Aus- zum Einfall: Sie beschäftigten die Kleinen der Mäusegruppe zum Beispiel mit der Frage „Woher kommt das Licht?“

Die Mannschaften der Stadtwerke waren froh, dass im Haus nicht an der in diesem Fall falschen Ecke gespart – und auf Digitalfunkgeräte verzichtet wird. Denn so konnten sie miteinander während des Einsatzes sprechen, während auch die meisten Handynutzer kein (Strom-)Netz hatten.

(Jörg Pastoor)


 


 

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