Weitere Artikel
  • 22.04.2014, 09:43 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Studentenwohnheim

Viertes Gebäude im Juli bezugsfertig

Der Endspurt naht: Spätestens zum 1. Juli soll auch das letzte der vier Gebäude, das „Blaue Haus“, bezogen sein. 535 Studierende können in der neuen Wohnanlage des Studentenwerks an der Boeselagerstraße Unterschlupf finden.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde mit dem Erstbezug des gelben und wenig später auch des roten Gebäudekomplexes begonnen. Aktuell geht der Einzug der Bewohner ins grüne Gebäude über die Bühne. Und spätestens zum 1. Juni soll, so Gisbert Schmitz von der Geschäftsführung des münsterischen Studentenwerks, auch der blaue Komplex bezogen werden. Dann wird ein Großteil der Wohnungen und Appartements der neuen Studentenwohnanlage Boeselagerstraße bewohnt sein. Die ausstehenden Arbeiten auf dem Areal sind in vollem Gange.

Der Bau der aus vier verschiedenfarbig gestalteten Gebäudekomplexen bestehenden Großanlage, in der rund 535 Studierende ein Dach über dem Kopf haben werden, ging fix vonstatten. Im Sommer 2012 wurde die „Boeselburg“, das aus den 70er Jahren stammende Wohnheim mit seiner Waschbeton-Architektur, Zug um Zug abgerissen, um dem vom münsterischen Architekturbüro Kresing entworfenen Neubau Platz zu machen. Bei der in drei Bauabschnitten erstellten Anlage handelt es sich laut Studentenwerk um die aktuell „größte Passivhaussiedlung Europas“. Die vier differenziert gestalteten Baublöcke bieten moderne Unterkünfte für Einzelpersonen, Paare sowie Wohngruppen zu drei beziehungsweise fünf Personen.

„Diese neue Wohnanlage, errichtet nach einem Landeswettbewerb für innovative Wohnformen, ist nach Auffassung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen auch richtungsweisend für ein zeitgemäßes studentisches Wohnen und städtebaulich überzeugend“, heißt es von Seiten des Studentenwerks über die neue Wohnanlage.

Studentenwohnungen nur mit Wohnberechtigungsschein

Die unmöblierten Appartements und Wohnungen mit der Adresse Boeselagerstraße 69-75, die allesamt über eine Miniküche und Sanitäranlagen verfügen, werden übrigens an studentische Bewerber mit Wohnberechtigungsschein vergeben. Selbiger sei notwendig, da die Wohnanlage „nach den Kriterien des sozialen Wohnungsbaus und mit Mitteln der ehemaligen Wohnungsbauförderungsanstalt, jetzt NRW-Bank“ errichtet worden sei, heißt es weiter.

Kein Geheimnis macht Gisbert Schmitz daraus, dass die in den frischen Farben Gelb, Rot, Blau und Grün gestalteten Fassaden anfangs nicht allen Nachbarn gefallen hätten: „Es gab schon kritische Stimmen. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.“

Nicht zuletzt deshalb, weil das Studentenwerk zusammen mit dem verantwortlichen Architekturbüro und der Stadt den Dialog mit den Anrainern gesucht hat, gibt es in farbtechnischer Sicht nun offenbar kaum noch Probleme. Die für die Wohnheimgebäude ausgesuchten Farben seien im münsterischen Stadtbild sicherlich ungewöhnlich, sagt Schmitz. Aber neben einigen kritischen habe es auch eine Vielzahl von Stimmen gegeben, die die ausdrucksstarken Farben gelobt hätten. Das Vorgängerwohnheim, die „Boeselburg“, sei sicherlich nicht hübscher gewesen.

Studentinnen und Studenten, die sich für eine Unterkunft in der neuen Wohnanlage interessieren, haben übrigens noch eine Chance, einziehen zu können. Im „Blauen Haus“, das in Kürze bezugsfertig wird, gibt es aktuell noch Kapazitäten.

(Thomas Schubert, WN)


 


 

Wohnanlage
Studenten
Wohnen
Farben
Gebäudekomplexe
Gebäude

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Wohnanlage" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: