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  • 06.12.2013, 09:25 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Studentisches Wohnen

69 Wohnungen für Studenten

Aus 15 Wohnungen werden 69, statt einer Kita-Gruppe gibt es künftig zwei. Wie Nachverdichtung funktioniert, möchte das städtische Unternehmen Wohn- und Stadtbau ab Januar 2014 auf einem knapp 3000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Corrensstraße / Horstmarer Landweg demonstrieren.

Dann nämlich wird ein bestehender, sanierungsbedürftiger Gebäudekomplex abgerissen und durch einen wesentlich größeren Neubau ersetzt. Die aktuellen Mieter ziehen allesamt in andere Wohnungen der Wohn- und Stadtbau um, der Neubau wird komplett an Studierende vermietet.

Stolz verkündete der Wohn- und Stadtbau-Chef Klemens Nottenkemper bei einem Pressegespräch am Donnerstag, dass man den Neubau mit einer Kaltmiete von 6,25 Euro anbieten werde, „also in etwa halb so teuer wie das aktuelle Mietniveau bei Neuvermietungen in Neubauten“.

Der Grund: Die Wohn- und Stadtbau hat öffentliche Mittel eingeworben. Wer 2015 in das Gebäude einziehen möchte, benötigt einen Wohnberechtigungsschein, was bei den meisten Studierenden aber kein Problem sei, so Nottenkemper.

Nach Auskunft des Architekten Erwin Veenker spricht auch aus städtebaulichen Gründen vieles für eine Nachverdichtgung an diesem Standort. Das bestehende Gebäude aus den 1960er-Jahren sei mit seinen vier Etagen komplett hinter einer Baumfront verschwunden. Künftig soll ein siebengeschossiger Turm an der Straßenecke mit den benachbarten Hochschulgebäuden korrespondieren.

Die Nähe zu den benachbarten Hochschuleinrichtungen sei der entscheidende Grund gewesen, studentisches Wohnen an diesem Standort ins Auge zu fassen.

Zu dem 7,5 Millionen Euro teuren Investitionsvorhaben gehört eine Tiefgarage sowie eine große Abstellanlage für Fahrräder. Die bestehende Kita wird vom DRK betrieben. Die Trägerschaft bleibt auch nach der Vergrößerung bestehen.

Öffentliche Mittel kein Problem

„Es ist derzeit kein Problem, öffentliche Mittel für den Wohnungsbau einzuwerben.“ Leidenschaftlich plädierte der Chef der Wohn- und Stadtbau, Klemens Nottenkemper, am Donnerstag für den Bau öffentlich geförderter, preiswerter Wohnungen. Die Rendite sei besser als vielfach kolportiert. „Leider“, so Nottenkemper weiter, seien viele Anbieter derzeit auf Eigentumswohnungen fixiert, anstatt die Neubauten im Bestand zu behalten und zu vermieten. Die Beantragung entsprechender Landesmittel jedenfalls sei aktuell keine Investitionshürde.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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