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  • 20.11.2014, 09:14 Uhr
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  • Münster / London
Studie des Ponemon-Instituts

Open-Source-Software bietet nach Ansicht von IT-Managern mehr Sicherheit und Datenschutz

Die Mehrheit der IT-Fachkräfte zieht Open-Source-Produkte herkömmlicher Software vor. Open Source führe zu stabileren Geschäftsprozessen, höherer Qualität und niedrigeren Kosten. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Ponemon-Instituts.

So zeigten sich zwei Drittel der befragten IT-Entscheider davon überzeugt, dass Open Source die Sicherheit von Anwendungen erhöht und den Schutz privater Daten verbessert. Im Rahmen der vom Software-Anbieter Zimbra beauftragten Studie meinten zudem mehr als 75 Prozent der Befragten, dass Transparenz von Programmcode die Zuverlässigkeit von Software-Anwendungen erhöhe.

Die Studie führte das Ponemon-Institut in 18 Ländern Europas, des Nahen Ostens und Afrikas (EMEA) sowie in den USA durch. Von den rund 1.400 befragten IT- und IT-Sicherheitsexperten zeigten sich mehr als zwei Drittel davon überzeugt, dass Open-Source-Software zu stabileren Geschäftsabläufen führt als proprietäre Lösungen (67 Prozent in EMEA und 74 Prozent in den USA).

Wesentliche Unterschiede zwischen EMEA und den USA hingegen förderte die Studie bei IT-Sicherheits- und Datenschutzfragen zutage. Während Unternehmen in EMEA eher Datenschutz und Privatsphäre in den Mittelpunkt rückten, waren den befragten US-Spezialisten Sicherheitsfragen wichtiger.

Mit ihren aktuellen, zumeist proprietären Kollaborations- und Kommunikationsanwendungen zeigten sich die Befragten mehrheitlich unzufrieden. Dementsprechend planen 52 Prozent der Unternehmen in EMEA und 55 Prozent in den USA diese Anwendungen innerhalb der kommenden zwei Jahre durch Open-Source-Anwendungen zu ersetzen.

"Zu den interessantesten Ergebnissen der Studie gehört der nur langsame Umstieg auf Open-Source-Software bei Kollaborations- und Kommunikationsanwendungen, obwohl die IT-Verantwortlichen ein generell überwältigendes Vertrauen in Open-Source-Lösungen zeigten", sagt Larry Ponemon, Direktor und Gründer des Ponemon-Instituts. "Da die derzeit eingesetzten, überwiegend proprietären Lösungen eher negativ bewertet werden, erwarte ich in Zukunft ein zunehmendes Interesse für neue kommerzielle Lösungen, die auf Open-Source-Software basieren", so Ponemon.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Kommerzielle Open-Source-Software übertrifft herkömmliche Lösungen in Sachen Stabilität, Qualität und Kontrolle.

  • 67 Prozent der Befragten in EMEA meinten, dass kommerzielle Open-Source-Software zu einer höheren Stabilität der Geschäftsabläufe führt.
  • 60 Prozent der IT-Spezialisten in EMEA sind davon überzeugt, dass kommerzielle Open-Source-Software zu höherer Qualität führt, während 57 Prozent davon ausgehen, dass auch die Kontrolle und Steuerung der Anwendungen leichter ist.
  • Niedrigere Kosten sind nicht länger das wichtigste Argument für Open Source. Die befragten IT-Verantwortlichen stuften die Stabilitäts-, Qualitäts- und Kontrollgewinne als wichtiger ein.

Vor allem Mitarbeiter stellen ein hohes Risiko für Sicherheit und Datenschutz dar.

  • Mit die größten Risiken für Kollaborations- und Kommunikationsanwendungen in Unternehmen gehen von den Mitarbeitern aus. Die befragten IT-Verantwortlichen in EMEA meinten:
  • 79 Prozent der Mitarbeiter folgen den Unternehmensrichtlinien nicht und teilen vertrauliche Dokumente.
  • 71 Prozent der Mitarbeiter verwenden nicht erlaubte Kollaborations- und Kommunikations-Anwendungen.
  • 69 Prozent der Mitarbeiter versenden und empfangen Dateien, die nicht für sie bestimmt sind.

Die Unzufriedenheit von IT-Verantwortlichen mit proprietärer Software bietet Open-Source-Lösungen neue Chancen.

  • 65 Prozent der Befragten in EMEA sind entweder nur zum Teil oder nicht zufrieden mit ihren aktuellen Kollaborations- und Kommunikationslösungen - die zum größten Teil von proprietären Anbietern stammen.
  • 52 Prozent der IT-Experten in EMEA wollen ihre aktuellen Kollaborations- und Kommunikationslösungen innerhalb der kommenden beiden Jahre austauschen.
  • Für 60 Prozent der Befragten in EMEA sind die Reputation eines Anbieters und dessen Support die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl einer Kollaborations- und Kommunikationslösung.

"Die Ponemon-Studie zeigt, dass sich für Open Source insbesondere aus Sicherheits- und Datenschutzgründen große Chancen bieten", meint Rob Howard, Chief Technology Officer (CTO) bei Zimbra. "Diesen durch die Studie beschriebenen Trend sehen wir auch durch unser eigenes aktuelles Geschäft bestätigt: Open Source bietet wesentlich mehr Vorteile als nur geringere Kosten. Vielmehr verschafft Open Source der IT in Unternehmen auch Qualitäts- und Kontrollgewinne."

Die komplette Studie "Die Open Source Collaboration Studie: Standpunkte zu Sicherheit und Datenschutz in den USA und EMEA" ist ab heute verfügbar. Bestellen Sie die Studie online.

Methodik der Studie

Zielsetzung der Studie war es, die Sicht von IT- und IT-Sicherheits-Fachkräften auf Open-Source-Lösungen für Kollaboration und Kommunikation im Unternehmen zu erfahren. Durchgeführt wurde die Studie "Die Open Source Collaboration Studie: Standpunkte zu Sicherheit und Datenschutz in den USA und EMEA" durch das Ponemon-Institut im Auftrag von Zimbra. Im Rahmen der Studie wurden 17.680 IT- und IT-Sicherheitsspezialisten in den USA und 16.700 in EMEA (Europe, Middle East & Africa) als potenzielle Teilnehmer ausgewählt. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass 79 Prozent der in den USA und 74 Prozent der in EMEA Ausgewählten Führungsverantwortung tragen. Die Antwortrate lag bei 4,1 Prozent in den USA und bei 4,0 Prozent in den EMEA-Ländern, sodass am Ende 1.398 ausgefüllte Fragebogen vorlagen - 723 aus den USA und 675 aus den folgenden EMEA-Ländern: Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland, Spanien, Saudi-Arabien, Italien, Niederlande, Türkei, Polen, Vereinigte Arabische Emirate, Südafrika, Irland, Schweiz, Dänemark, Schweden, Israel und Griechenland.

(ots / zimbra)


 


 

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