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  • 25.06.2015, 10:17 Uhr
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  • Münster / München
Studie Verkehrssicherheit

Telefonieren auf der Autobahn sind 250 Meter im Blindflug

Ablenkung am Steuer als Unfallursache wird von vielen Autofahrern unterschätzt. Die Brille aus dem Etui nesteln, das Navigationsgerät bedienen oder ein Telefonat führen - die Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr ist in jedem Fall eingeschränkt, die Reaktionszeit bei Gefahren verlängert. Eine Studie im Auftrag von ADAC und ÖAMTC hat die Meter Blindflug ermittelt, die Fahrer jeweils unterwegs sind, wenn sie durch verschiedene Tätigkeiten abgelenkt werden.


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So dauert es im Durchschnitt drei Sekunden, bis eine Brille aus dem Etui geholt ist - im Stadtverkehr bei 40 km/h macht das mehr als 33 Meter, die der Fahrer den Blick von der Straße abwendet. Zu viel, um beispielsweise auf plötzlich querende Fußgänger reagieren zu können. Eine kurze Zieleingabe ins Navigationsgerät beansprucht ca. vier Sekunden. Das macht auf der Landstraße bei 80 Stundenkilometern bereits knapp 90 Meter, die man nicht auf die Straße blickt - und dadurch möglicherweise auf die Gegenfahrbahn gerät. Oder die Alltagssituation eines Telefonanrufs im Auto: Das Annehmen und Bestätigen einer Nachricht dauert im Schnitt rund sieben Sekunden, die auf der Autobahn bei 130 km/h sogar knapp 253 Meter Blindflug bedeuten. Fatal, wenn dann ein Lkw unvermittelt auf die eigene Spur wechselt.

"Viele Autofahrer unterschätzen die Strecke, die sie im gefährlichen Blindflug zurücklegen, wenn sie abgelenkt sind - weil Autofahren Routine ist und sie sich unterfordert fühlen", erklärt ADAC-Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino. "Es ist ein Trugschluss zu glauben, nur weil einem bisher persönlich nichts passiert ist, dass das Risiko geringer wird. Nur wer auf die Straße blickt, kann auf Veränderungen reagieren."

Deshalb ist auch das Schwerpunktthema, mit dem der ADAC die Verkehrssicherheitsaktion "2015 - ja sicher!" im Juni fortsetzt, der Ablenkung im Straßenverkehr gewidmet. Ziel der Aktion ist es, das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers zu stärken und somit die Verkehrssicherheit in Deutschland weiter zu verbessern.

(ots / ADAC)


 


 

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