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  • 17.06.2014, 11:18 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Suche nach Ausbildungsplätzen

Fleischer, Bäcker und Köche sind gefragt

Jugendliche, die für das im August beginnende Ausbildungsjahr noch keinen Platz haben, sollten sich ranhalten. Bei Berufen wie Kfz-Mechatroniker oder Bürokauffrau, die auf den Hitlisten der Jugendlichen weit oben stehen, geht schon jetzt fast nichts mehr.

Wer allerdings ein wenig flexibel ist, hat noch gute Chancen, eine Ausbildungsstelle zu bekommen, weiß Jobcoach Dagmar Leifert vom Jobcenter Münster. Das städtische Jobcenter bietet bereits im dritten Jahr Jugendlichen, die Arbeitslosengeld 2 beziehen, eine individuelle Ausbildungsvermittlung an.

Der Lebensmitteleinzelhandel ist ein Berufsfeld, an das sich nur wenige heranwagen. "Das sind auch schwere Jobs", bestätigt Leifert. "Aber wer sich zum Beispiel für den Beruf des Kochs, Bäckers, Fleischers oder Konditors erwärmen kann, hat nach der Ausbildung gute Möglichkeiten weiterzukommen." Hauswirtschaft und Altenpflege sind weitere Berufsfelder, die Jugendlichen Türen öffnen. Wer nicht sicher ist, ob er oder sie dort klarkommt, kann ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) als Einstieg wählen - "FSJler" sind gefragt.

Motivation und Förderung

Selbst wenn die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen statistisch gut aussieht, ist es nicht so einfach, alle Jugendlichen angemessen zu versorgen. Manche sind in ihren Vorlieben sehr festgelegt. Andere haben mit schlechten Noten oder nach einem Schulabbruch mäßige Startchancen. Die erfahrenen Jobcoaches der Ausbildungsvermittlung motivieren und fördern hier gezielt - persönlich und sensibel. "Wichtig ist, dass die Jugendlichen möglichst rasch den Kontakt zu ihrem persönlichen Jobcoach bei uns aufnehmen", unterstreicht Dagmar Leifert. "Zusammen finden wir eine gute Lösung."

Manchen hilft es, in einem anderen Berufsfeld zu suchen. Für andere ist es sinnvoller, ein Jahr zu überbrücken und sich bereits jetzt für das Jahr 2015 nach einer Ausbildungsstelle umzusehen. Die passende Lösung stimmen die Jobcoaches immer auf die einzelnen Jugendlichen ab.

"Bildung und Ausbildung sind für junge Menschen die Eintrittskarte in die Gesellschaft und für ein selbstbestimmtes Leben jenseits von Arbeitslosengeld 2", sagt Ralf Bierstedt, der Leiter des städtischen Jobcenters. "Deshalb legen wir so viel Wert auf die individuelle Beratung und Betreuung in diesem Segment."

(Stadt Münster)


 


 

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