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  • 06.11.2014, 09:06 Uhr
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  • Münster / Münsterland
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Unternehmen und die Generation Y

9. September, Fukushima, Klimawandel, Krisen. „Es ist nichts mehr sicher, aber es geht immer weiter“ – eine Generation, die mit Erfahrungen wie diesen aufwächst, unterscheidet sich deutlich von den idealistischen „Baby-Boomern“ der 70er-Jahre oder der nachfolgenden, eher skeptischen X-Generation.

Das spüren Unternehmen und Arbeitgeber in der Region Münster, die sich an eine neue Gruppe der Auszubildenden und jungen Mitarbeiter gewöhnen müssen. Die Generation Y („why“, warum?), so wurde am Dienstag beim „Business Talk“ der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster deutlich, stellt verstärkt Hierarchien, Normen und Arbeitsweisen in Frage.

Für Erik Albrecht, Mitautor des Buches „Die heimlichen Revolutionäre: Wie die Generation Y unsere Welt verändert!“, sind junge Menschen heute vielfach „Ego-Taktiker im Optionsdschungel des Lebens“. Im Klartext: Sie halten sich Möglichkeiten offen. Der neue Arbeitsplatz sollte am besten für weitere künftige attraktive Jobs qualifizieren.

„Man muss die Jugendlichen heute locken“

Wenn es um die Leistungsstarken geht, kennen auch Unternehmen solche neuen Kräfte. „Man muss die Jugendlichen heute locken“, berichtete in der Podiumsdiskussion Katharina Schaffstein, Mitglied der Geschäftsführung bei Herber & Petzel. Um die Vorteile eines Familienbetriebs und die guten beruflichen Aussichten in einem Handwerkszweig zu verdeutlichen, nutze man längst alle Kanäle – vom Facebook-Profil bis zum Schulbesuch. Schaffstein: „Jugendliche sagen heute nicht mehr so schnell Ja.“

Ähnliches erlebt Bernadette Voß, Personaleiterin bei Beresa, wo seit vielen Jahren in Einklang mit dem Unternehmensleitbild ein Personalentwicklungskonzept umgesetzt wird. „Die intensive Beschäftigung mit dem Mitarbeiter“ hat für Bernadette Voß künftig eine zentrale Bedeutung: Potenziale erkennen, Möglichkeiten aufzeigen.

Leben im Beruf statt Work-Life-Balance

Für Klaus-Peter Franke vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit steht außer Frage, dass die Generation Y mehr und mehr in den Betrieben ankommen wird. Junge Menschen, die ihre Prägung in Familie und Ausbildung in die Firmen hineintragen: „Unternehmen müssen mehr ihre Vorteile deutlich machen.“ Erik Albrecht: „Die Generation will nicht Work-Life-Balance, sondern ein Leben im Beruf.“

(Wolfgang Kleideiter, WN)


 


 

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