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  • 12.06.2013, 09:23 Uhr
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  • Münsterland / Emscher-Lippe-Region
Südostasien

Bisher sind 200 Unternehmen aus dem Münsterland präsent

Rund 100 deutsche Unternehmen kommen zurzeit jährlich neu nach Singapur. „Von dort aus wollen sie die Chancen nutzen, die das neue Kraftzentrum Südostasien bietet“, weiß Prof. Dr. Bodo Risch.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen fürchtet allerdings, dass die Unternehmen aus der Region den Wachstumszug verpassen könnten. „Wir appellieren an die Firmen, sich auch Richtung Südostasien zu orientieren.“

Bislang sind Risch zufolge erst 200 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk, also dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region, im Südosten des asiatischen Kontinents präsent. „Bei 4.000 Firmen, die insgesamt im IHK-Bezirk im Auslandsgeschäft erfolgreich sind, ist da noch Luft nach oben“, so der Exportexperte der Kammer.

Während Singapur als Produktionsstandort viel zu teuer sei, sieht der Professor vor allem in Indonesien mit 300 Millionen Einwohnern und Myanmar (rund 60 Millionen) große Absatz- aber auch Fertigungschancen. Vietnam, Malaysia und die zu den Ländern, über die die IHK ihre Mitgliedsunternehmen am kommenden Dienstag beim „Wirtschaftstag Südostasien“ in Münster informiert.

„Ein Wirtschaftswachstum von rund fünf Prozent ist in diesen Staaten derzeit die Regel“, betonte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer. Gleichzeitig schrumpfen in China die Wachstumsraten. „In Indien gibt es sogar große Probleme“, erklärte Risch. Hinzu kommt, dass das Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Boom-Ländern Südostasiens unter 30 liegt – ein enormes Potenzial für die Zukunft. „Die Situation ist so wie in China vor 15 Jahren“, beschreibt Risch die Aufbruchstimmung.

Die in manchen südostasiatischen Ländern noch vorhandenen Infrastrukturprobleme sollten die münsterländischen Unternehmen laut IHK nicht schrecken. „Es gibt Wege, damit umzugehen“, weiß Risch. „Eigentlich sind nur die Zentren der Mega-Städte problematisch.“ Grundsätzlich seien die Zugangshürden zu den südostasiatischen Märkten niedriger als etwa in China und Indien.

Beim „Wirtschaftstag Südostasien“ gibt es am 18. Juni in der IHK Nord Westfalen in Münster neben Workshops mit länderspezifischen Themen auch Kontaktmöglichkeiten zu Unternehmen, die bereits Erfahrungen in Südostasien gesammelt haben. Vor Ort sind dann auch Experten der Außenhandelskammern, die Verbindungen zu Partnern vor Ort knüpfen können.
Weitere Informationen finden Sie hier.

(Redaktion)


 


 

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