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  • 22.04.2014, 08:53 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Superbiomarkt

Pläne für neue Firmenzentrale an Münsters Hafen vorgestellt

Die Bebauung der Südseite des Stadthafens schreitet voran. Am Donnerstag wurden die Pläne für einen Neubau vorgestellt, in den die Zentrale der Superbiomarkt AG als Ankermieter einzieht. Zusammen mit der Bio-Schaukäserei und dem Cronos-Projekt ergibt sich ein „Bio-Cluster“.

Für die Nordseite des Stadthafens hat sich längst die Bezeichnung Kreativkai durchgesetzt, die Südseite dürfte man künftig wohl Öko-Meile nennen. Der Grund: Wie der Investor Michael Radau auf Anfrage bestätigte, wird die Handelskette Superbiomarkt AG hierhin ihren Firmensitz verlagern. Mit 21 Filialen ist das Unternehmen Marktführer in Nordrhein-Westfalen im Marktsegment der Bioläden.

Die Investorengruppe, der neben Radau unter anderem auch der Vorstandskollege Dr. Vasant Desai angehört, hat ein 2.600 Quadratmeter großes Grundstück erworben.

Die Fläche liegt genau zwischen der bereits im Bau befindlichen Bio-Schaukäserei und dem geplanten Cronos-Bürogebäude. Dieses münsterisches Beratungsunternehmen hat sich darauf spezialisiert, Energieversorger zu unterstützen, die als Folge der Energiewende ihre Geschäftsmodelle überarbeiten müssen.

„Keimzelle zur Schaffung eines Bio-Clusters am Stadthafen“

„Wir freuen uns, eine der Keimzellen zur Schaffung eines Bio-Clusters am Stadthafen zu sein“, erklärt Radau mit Blick auf die neuen Nachbarn. Bislang hat der Superbiomarkt seinen Sitz in Hiltrup.

Die Superbiomarkt-Zen­trale wird als Ankermieter mit etwa 50 Mitarbeitern in den rund acht bis neun Millionen Euro teuren Neubau einziehen. Insgesamt ist Platz für 120 bis 140 Arbeitsplätze, sodass weitere Nutzer einziehen können. „Noch ist nichts entschieden“, so Dr. Desai. Das Bewerbungsverfahren werde bald eingeläutet.

Die Investoren hoffen, noch in diesem Jahr mit dem Bau starten zu können und Ende 2015 fertig zu sein. Die Zeit drängt etwas, weil in der Tiefgarage auch Stellplätze für den benachbarten Flechtheim-Speicher geschaffen werden sollen. Die Tiefgarage unter dem Cronos-Gebäude soll nach vorliegenden Planungen ebenfalls mehr als nur den Eigenbedarf abdecken, um den Parkdruck zu minimieren.

Besonderen Wert möchten Radau und Desai nach eigenem Bekunden auf die „Verwendung baubiologischer Materialien“ setzen. Auch eine Fotovoltaikanlage, ein hoher Dämmstandard sowie eine intelligente Haustechnik zwecks Absenkung des Energieverbrauchs sind vorgesehen.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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