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  • 10.05.2013, 10:21 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Symposium Oeconomicum 2013

Das „Ticken der Wirtschaft“ ergründen

Hunderte von Wirtschaftsstudenten diskutierten am Mittwoch (08.05.2013) auf dem Symposium Oeconomicum darüber, wie Wirtschaft funktioniert. Wie tickt die Wirtschaft? Teilnehmer der jährlich von Studierenden selbst organisierten Tagung waren viele bekannte Referenten aus Unternehmen.

Als Vanessa Anna Westhoff kurz nach neun Uhr die Mikrofonanlage in der Aula des Schlosses einstellt, kann sie die nervöse Anspannung noch gut beherrschen. Neben ihr steht ja der nette ältere Herr, stellt freundliche Fragen übers Studium und macht schon mal Komplimente zur Veranstaltung, die er gleich eröffnen soll. Die Aula ist gesteckt voll. Hinten und an der Seite stehen die jungen Leute in dichten Reihen; die Studentinnen, viele im dunklen Kostüm, die Jungs im dunkelbauen Anzug. Unten, vor dem Schloss, thront ein riesiges weißes Pavillonzelt, Blumensträuße und Pralinen auf den Stehtischen zwischen den Ständen, wo Unternehmen sich präsentieren.

Oben, in der Aula steigt das Lampenfieber der jungen Organisatoren. Am Rednerpult fehlt noch das Glas Wasser, woanders ein Laptop, bevor Vanessa Anna Westhoff auf die Bühnen treten und den Saal begrüßen kann. Es ist wieder Symposium Oeconomicum – die große Tagung mit vielen bekannten Praktikern, die Studenten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät für ihre Kommilitonen organisiert haben.

Ausverkaufte Veranstaltung - seit 1987

Ein ganzes Jahr haben die 36 Studentinnen und Studenten diskutiert, geplant, Sponsoren und Referenten gesucht, Details organisiert: In der 27. Auflage der seit 1987 immer ausverkauften Veranstaltung spüren sie diesmal dem Phänomen Trend nach – und versuchen „das Ticken der Wirtschaft“ zu ergründen. Sorgen Trends für neue Produkte, oder ist es umgekehrt? Sind Kultmarken auch nur Trends – oder beständige Tradition?

Zumindest auf diese Frage kann Claus Hipp, Hauptredner des Symposium Oeconimicum, Antworten geben. Den Babybrei seines süddeutschen Familienunternehmens haben schon Menschen gegessen, die heute 50 Jahre alt sind. Das Sortiment wird trotzdem alle fünf Jahre erneuert, so Hipp. Der 75 Jahre alte Unternehmer hält ein entschiedenes Plädoyer für Besonnenheit beim unternehmerischen Handeln und die Konzentration auf langfristigen Erfolg, statt den Verlockungen des schnellen Geldes hinterherzujagen. Hipp ermutigt die Studenten, sich auch auf Dinge zu konzentrieren, die nichts mit ihrem Studium zu tun haben – „ich hoffe, Sie haben genug Luft dazu“. Immerhin für die Organisation der Tagung hatten sie Luft. Hipp spendet Lob: „Ich finde es ganz großartig, was Sie hier machen.“

(Karin Völker)


 


 

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