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  • 03.06.2014, 13:46 Uhr
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  • Münsterland / Westfalen
Tag der Gärten und Parks

Über 150 Gärten und Parks in Westfalen-Lippe präsentieren sich

Touristische und wirtschaftliche Bedeutung von Gärten und Parks

"Gärten und Parks sind Orte der Entspannung und des Naturgenusses für die Menschen der Region. Als Ausflugsziele tragen die Anlagen zudem touristische und damit wirtschaftliche Bedeutung", sagte Rüschoff-Thale. Dies ins Bewusstsein zu rücken und immer wieder den Blick darauf zu richten, habe sich der LWL zur Aufgabe gemacht. "Die Gärten und Parks sind ein wertvolles kulturelles Erbe, das es zu erhalten und zu schützen gilt. Unsere Gartenkultur bildet eine Klammer zwischen Land und Stadt und verbindet unterschiedliche Generationen", so die Kulturdezernentin weiter. Bereits zum dritten Mal findet die Veranstaltung statt. Auf inzwischen 150 ist die Zahl der Orte angewachsen, darunter 30 öffentliche Parks und rund 120 private Gärten. 40.000 Besucher pilgerten im vergangenen Jahr zu ihren favorisierten Anlagen.

"Unsere Parks werden zu wenig beachtet", betont Johannes Beisenherz, Bürgermeister von Castrop-Rauxel. Historisch gewachsene Anlagen oder nach modernen Aspekten geplante Parks seien ein fester Bestandteil moderner Städteplanung und stünden den Menschen tag-täglich zur Verfügung. "Dennoch ist es wichtig, diese Angebote und ihre Bedeutung für die Bürger immer wieder ins Licht zu rücken." Castrop-Rauxel nimmt mit drei Anlagen zum dritten Mal an der Initiative teil. Entspannung und Erholung war schon beim Bau des Stadtgartens 1925 der leitende Gedanke. Dass Anlagen dieser Art nicht nur ein reines Freizeitan-gebot sind, sondern auch kulturhistorische Bedeutung haben, zeigen die Naturhindernisbahn und der Park Henrichenburg. 1970 wurde der Pferderennbetrieb auf der Naturhindernisbahn eingestellt, seit 1997 ist sie eine öffentliche Grünanlage. Im Park Henrichenburg wird die Geschichte der 1787 abgerissenen Burg durch landschaftsarchitektonische Elemente wieder erlebbar gemacht.

Hintergrund

In Westfalen-Lippe gibt es über 600 kulturell bedeutende Gärten und Parks. Die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen erforscht seit rund 15 Jahren diese Anlagen unter architektonischen, historischen und naturwissenschaftlichen Aspekten. Verantwortlich dafür ist Projektleiter Horst Gerbaulet. Neben zahlreichen Publikationen präsentiert das Internetportal die Ergebnisse. "Das Gartenportal setzt vor allem touristische Schwerpunkte. Das Interesse an der Internetseite ist hoch", so Horst Gerbaulet.

Neben öffentlichen Anlagen öffnen am Tag der Gärten und Parks auch viele private Gärten ihre Pforten. "In Westfalen gibt es viele verschiedene private, regionale Garteninitiativen unter dem Motto 'Offene Gartenpforte‘, unterstreicht Gartenbesitzerin Dr. Susanne Paus. Der Tag der Gärten & Parks in Westfalen-Lippe böte auch ihnen eine attraktive Plattform, so die Privatgärtnerin aus Bocholt weiter. Während der Veranstaltung stehen in den privaten Gärten die Besitzer für Fragen und Gespräche bereit und verraten ihre persönlichen Tipps rund um die Aufzucht und Pflege von Pflanzen.

Mit dem Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe wollen die Organisatoren ein typisches Stück westfälische Kultur in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, den Tourismus stärken und den Bürgern die Besonderheiten der Region vor Augen führen. Die Website bietet hierfür ganzjährig Informationen. Die Veranstaltung ist eine Aktion des LWL und des Projekts "Kultur in Westfalen", das von der LWL-Kulturstiftung und der Westfalen-Initiative getragen und vom NRW-Kulturministerium gefördert wird.

(LWL)


 


 

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