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  • 21.04.2015, 10:14 Uhr
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  • Münster / Taufkirchen
Talent-Management-Studie

Nur jede zweite Führungsposition im Mittelstand wird aus den eigenen Reihen besetzt

Mittelständler besetzen nur gut die Hälfte ihrer Führungspositionen mit Kandidaten aus dem eigenen Unternehmen. Wichtigster Grund, lieber eine Führungskraft von außen zu rekrutieren, ist der erhoffte "frische Wind". Fehlendes internes Potenzial, qualitativ wie quantitativ, scheint dagegen nicht ausschlaggebend zu sein. Das ergab die Studie "Talent Management im Mittelstand" der Unternehmensberatung ROC. Dafür wurden 144 Betriebe des gehobenen Mittelstands in Deutschland und Österreich befragt.

Aus dieser Sichtweise ergibt sich jedoch ein Dilemma: "Denn wie die Umfrage auch ergeben hat, glauben die Firmen gleichzeitig, dass interne Karriereperspektiven bei der Motivation der eigenen Mitarbeiter der entscheidende Hebel sind", sagt Oliver Back, Geschäftsführer von ROC Deutschland. Wesentlich weniger wichtig empfinden die Mittelständler hingegen Gründe wie die Bindung der Mitarbeiter zur Vermeidung von Wissensabfluss oder die Minimierung von Fehlbesetzungen.

Ein weiteres Ergebnis der ROC-Studie: Die Unternehmen haben erkannt, dass ein professionelles Talent Management auch für den Mittelstand mittlerweile unverzichtbar geworden ist. Identifikation, Entwicklung und Bindung sowie Motivation interner Talente stehen dabei für bis zu 85 Prozent der Unternehmen an vorderster Stelle. Erst deutlich dahinter rangiert das Gewinnen externer Talente mit 67 Prozent.

"Dieser starke Fokus auf die interne Wirkung eines Talent Managements und die gleichzeitig hohe Rate extern rekrutierter Führungskräfte ist nur scheinbar ein Widerspruch", ergänzt Prof. Dr. Daniela Eisele, unter deren wissenschaftlicher Begleitung die Studie durchgeführt wurde. "Vielmehr zeigt sich darin deutlich, dass Talent Management in vielen Unternehmen immer noch eher eine Incentive-Veranstaltung denn ein strategisches Führungsinstrument ist."

ROC-Geschäftsführer Back zufolge muss der Mittelstand im Kampf um interne wie externe Talente und bei deren Förderung also noch zulegen, um künftig alle Schlüsselpositionen richtig und rechtzeitig besetzen zu können. "Dass jedes zweite mittelständische Unternehmen laut unserer Studie durchschnittlich mindestens ein Jahr braucht, um vakante oder neu geschaffene Positionen im Top-Management zu besetzen, zeigt deutlich, dass es in Sachen Talent Management noch reichlich Luft nach oben gibt."

Studie "Talent Management im Mittelstand"

Unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Daniela Eisele, Gründungsgesellschafterin und Managing Partnerin der Dialog HR CONSULTANTS, wurden im Auftrag der Unternehmensberatung ROC 144 große mittelständische Unternehmen (mindestens 500 Mitarbeiter) in Deutschland und Österreich zum Thema Talent Management befragt.

(ots / ROC)


 


 

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