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  • 06.09.2012, 16:07 Uhr
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  • Kreis Borken
Textilbranche

Eing Textilveredlung auf dem Weg zum „Ökoprofit-Betrieb"

Die Eing Textilveredlung und Handelsgesellschaft mbH & Co. KGhat sich jetzt einer Prüfung im Rahmen des Programms "Ökoprofit" gestellt. Das Ökoprofit-Siegel gilt als Gütezeichen für Umweltschutz und Einsparungen.

Die Eing Textilveredlung und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG hat sich jetzt einer Prüfung insbesondere durch Vertreter der Effizienzagentur NRW, der IHK und der Kreishandwerkerschaft gestellt. Mit dabei waren Franz-Josef Tenbensel (IHK), Anke Husmann (Stadt Velen), Christian Hübers (Stadt Gescher) und Thomas Venhorst als Energieberater der Service-Gesellschaft Handwerk der Kreishandwerkerschaft Borken GmbH. Vor Ort machten sie sich ein Bild davon, wie das Unternehmen Umweltschutz und Kosteneinsparungen verbindet. Der Grund: Die Eing GmbH & Co. KG möchte das Ökoprofit-Siegel erreichen.

Dabei setzt sich die Eing GmbH & Co. KG zum Ziel, Einsparungen in verschiedenen Bereichen zu erzielen: Mehr als 107.000 Euro, 2.500.000 kwH Energie und 340 t Kohlendioxid wird die Textilveredlungs- und Handelsgesellschaft durch mehrere größere Maßnahmen pro Jahr einsparen. In den Färbereien werden durch temperaturgeregelte Füllvorgänge mit Kalt-, Warm- und Heißwasser über 64 t Kohlendioxid eingespart. Ein Warmwasserspeichertank wurde gedämmt und in den Produktionsbereichen die Beleuchtung optimiert. Zudem werden jetzt T 5 Leuchtmittel eingesetzt. Ferner wurde im Bereich der regenerativen Nachverbrennung der Spannrahmenabluft mit integriertem Wärmemanagement (Frischwassererwärmung) eine große Summe investitiert, um eine verbesserte Abluftreinigung zu erhalten. Die dadurch entstehenden Energieeinsparungen können derzeit noch nicht beziffert werden.

"Ökoprofit" ist ein betriebliches Beratungs- und Zertifizierungsprogramm. Es fördert den Einsatz von integrierter Umwelttechnik und eignet sich vor allem für mittelständische Unternehmen. Umweltschutz um jeden Preis ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr erwerben die Teilnehmer Wissen, analysieren ihre Betriebsabläufe, nutzen das Fachwissen der Berater und tauschen Erfahrungen aus. Umweltschutz und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund. "Damit gehen sie schon den ersten Schritt auf dem Weg zum Umweltmanagementsystem", erklärt Hubert Grothues, Leitender Kreisbaudirektor des Kreises Borken, der das Projekt begleitet.

"Ökoprofit" wurde 1991 in Graz entwickelt und bereits in rund 80 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Der Kreis Borken und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken sind Träger der zweiten Ökoprofit-Runde im Westmünsterland. 80 Prozent der Kosten trägt das Land NRW. Zusätzliche Förderung kommt von der VR Bank Westmünsterland und weiteren Volksbanken im Kreis.

(Redaktion)


 


 

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