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  • 19.06.2015, 10:14 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Themenabend im Stadtarchiv

50 Jahre Planen und Bauen in Münster - vom „Aufreger“ zum Lieblingsort

Im Westfälischen Landesmuseum am Domplatz fand im Januar 1988 die Eröffnung einer Ausstellung mit dem unglaublichen Titel ‚Ungebautes in Münster‘ statt. Schon nach drei Wochen waren 20.000 Besucher gezählt worden; die Ausstellung musste verlängert werden. Den Anlass für die Präsentation bot ein sensationeller Fund.

In einer ehemaligen Betriebshalle in Bahnhofsnähe lagerten Pläne, Holz-, Gips- und Pappmodelle von Bauprojekten, die nicht gebaut worden waren. Etwa eine Stadthalle am Aasee (1963), die Bebauung des Domplatzes (1964), des damaligen Hindenburgplatzes (1972) oder ein Parkhaus an der Stubengasse (1968). Insgesamt 38 solcher „Planungsleichen“ wurden abgestaubt und dem staunenden Publikum vorgeführt. Nicht alle Planer lagen mit ihren Ideen völlig „daneben“ - Designhochschule, Stadtmuseum und Max-Planck-Institut wurden später noch gebaut, wenn auch an anderer Stelle.

Einige Planungsleichen hat(te) Münster im Keller, aber auch große Erfolge zu verzeichnen. Münster bekam herausragende Bauten und dafür auch Preise. Die Stadt wollte nicht nur nach oben, sie erreichte dies auch – deutlich sichtbar an so manchem besonderen Bau, der himmelwärts strebt. Aber auch den Ruf der Stadt umweht bei Bewohnern wie Besuchern längst ein wenig großstädtisches Flair.

Themenabend im Stadtarchiv

Das zeigt am nächsten Themenabend im Stadtarchiv der Referent Dr. Rainer Karliczek. Als ehemaliger Leiter des Stadtplanungsamtes hat er viele Wettbewerbe und Bauprojekte begleitet. Am kommenden Donnerstag (25. Juni) berichtet er von „50 Jahren Planen und Bauen in Münster“. In dieser Zeitspanne gewann die Stadt an Fläche und bekam herausragende neue Bauten. Einige Stationen dieses Wandels der Stadt - Fehlschläge wie Erfolge - stellt Karliczek vor.

Fast siebzig Planungen und Projekte hat er in einem Buch zusammengefasst, das gerade in der „Kleinen Reihe“ des Stadtarchivs erschienen ist und im Rahmen des Themenabends vorgestellt wird. Die städtebauliche Entwicklung nach dem Wiederaufbau der Stadt, die Zeit des Wachstums, der Erneuerung und des Umbaus bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts sind Thema dieses Buches. Was in den vergangenen Jahrzehnten mit der Stadt oder in der Stadt geplant, gebaut oder auch nicht gebaut worden ist, kann in Kurzberichten und anhand von vielen Abbildungen nachvollzogen werden.

Immer wieder gab es „Aufreger“ wie etwa die Aaseeterrassen oder die Stubengasse. Wegen des Erscheinungsbildes in der Rohbauphase gab es kritische Stimmen. Inzwischen hat sich in beiden Fällen weitgehend die Meinung durchgesetzt: „Das ist gelungen.“

Themenabend im Stadtarchiv, Donnerstag, 25. Juni, 18 Uhr, An den Speichern 8. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird wegen begrenzter Plätze gebeten: per E-Mail [email protected] oder am Telefon 02 51/492-4708.

(Stadt Münster)


 


 

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