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  • 23.07.2014, 09:43 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Traditions-Gaststätte bleibt

Der „Landsmann“ wird bis zum Herbst umgebaut

Der „Landsmann“ am Albersloher Weg ist wie eine kleine Oase inmitten der modernen Umgebung von Cineplex, PSD-Bank und Portal 10. Lange Zeit verhandelte die Stadt Münster seinerzeit mit Familie Müller von der Brauerei Pinkus Müller über den Verkauf des Areals.

Die traditionelle Kneipe ist stehengeblieben – und wird gerade von den Eigentümern gemeinsam mit dem neuen Pächter renoviert. Dieser ist Christian Huys, Betreiber des „Hot Jazz Club“ am Hafen. Er möchte das Lokal im Herbst neu eröffnen.

Jahrzehnte hat sich Pächter Ismet Durmus um den Betrieb gekümmert, der früher häufig noch von Engländern besucht wurde. Der Pächter ist Ende des vergangenen Jahres schon in Rente gegangen.

Christian Huys bezeichnet das Gebäude am Albersloher Weg als interessant, „auch mit dem, wie die Stadt drum herum gewachsen ist“. Der Gastronom möchte alle Flächen in der Kneipe für seinen Betrieb nutzen und hat dafür „zweieinhalb Konzepte“.

Der klassische „Landsmann“ werde stilvoll gut westfälisch restauriert und als Mietsaal angeboten, erklärt Huys. Er schwärmt dort vor allem von dem alten Fachwerk.

Zwei Eingänge - der „Landsmann“ bekommt neue Namen

Küche und Imbiss sollen nach den Vorstellungen des neuen Pächters dagegen als dauerhafte Kneipe im 1920er- oder 1930er-Jahre-Stil eingerichtet werden. Der Pächter plant zwei Eingänge für den „Landsmann“ und überlegt sich darum für die Lokalität zwei neue Namen. Der Name „Landsmann“ soll abgelöst werden.

Im Obergeschoss schwebt Huys dagegen vorbehaltlich aller Zustimmungen und aller baubehördlichen Hürden die Einrichtung eines Clubs vor, aufgezogen wie eine Houseparty, aber weniger mit kühlem Technodesign.

Das hat der Betrieb auch nicht verdient, denn der „Landsmann“ am Albersloher Weg hat Geschichte, die eng verknüpft ist mit der Brauerei Pinkus Müller, erklärt Barbara Müller. Das Gebäude ist das Elternhaus der Großeltern Regina Müller Holtkamp und Karl „Pinkus“ Müller. Eigentlich, erklärt Barbara Müller, sei der Name Pinkus damals ein Spitzname gewesen und erst im Jahre 1975 in den Namen des Unternehmens vorgedrungen. Damals firmierte das westfälische Lokal im Kuhviertel noch unter „Müllers Altbierküche“. Als sie erstmals Bier nach Amerika verkauft hätten, sei der Name umgewandelt worden. Pinkus Müller sei für die internationalen Kunden gängiger.

Kein Döner oder Burger King

Barbara Müller bestätigt: „Wir hatten sehr viele Anfragen für die Gastronomie am Albersloher Weg.“ Ob als Döner oder für einen Burger King – die Familie entschied sich für das Konzept von Christian Huys.

Dieser hat die Gastronomie langfristig angepachtet. Länger als seinerzeit die Luna-Bar. Doch dieses Aus sei auch nur zustande gekommen, weil das Gebäude mit der Bar zwangsversteigert worden sei. „Da haben wir als Pächter nichts ausrichten können“, sagt Huys.

(WN)


 


 

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