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  • 04.09.2012, 16:43 Uhr
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  • Münster
Training zur Unfallverhütung

AWM-Fahrer im Überschlagsimulator

Die Aktionstage der Polizei Münster für mehr Verkehrssicherheit an der Raststätte Münsterland-Ost nutzten auch zahlreiche Fahrer der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster.

Zahlreiche Fahrer der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) beteiligten sich an den Aktionstagen für mehr Verkehrssicherheit, die die Polizei Münster unter dem Motto "Hat's geklickt?" an der Raststätte Münsterland-Ost veranstaltete. Mit einem Überschlagsimulator, den der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die Berufsgenossenschaft Verkehr zur Verfügung gestellt hatten, trainierten die Teilnehmer besonnenes Verhalten in gefährlichen Situationen. Das Gerät zeigte, was passieren kann, wenn ein LKW ins Trudeln gerät, umstürzt oder eine Böschung herunterrutscht. Dabei wurde die besondere Bedeutung des Sicherheitsgurtes unmittelbar erlebbar.

"Wer den Sicherheitsgurt nicht angelegt hat, bekommt in gefährlichen Situationen ein ganz großes Problem", erläuterte Christoph Becker, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizei Münster. "Die Insassen werden im Fahrerhaus so heftig herumgeschleudert, dass sie sogar lebensgefährliche Verletzungen erleiden können. Außerdem können Handys, Laptops oder Kaffeetassen, die achtlos auf dem Armaturenbrett abgelegt worden sind, zu gefährlichen Geschossen werden."

Ein Aufprallschlitten simulierte den Aufprall mit einer Geschwindigkeit von "nur" acht Stundenkilometern. Teilnehmer, die aus dem Gerät wieder ausstiegen, hatten das Gefühl mit 20 Stundenkilometern ungebremst gegen eine Wand gefahren zu sein. Genau auf diese Eindrücke setzte Christoph Becker, als er den Berufskraftfahrern anschließend die Bedeutung des Anschnallens für die eigene Sicherheit erklärte. "Ich freue mich, dass so viele Mitarbeiter der AWM hierher gekommen sind", zog Becker Bilanz . "Immer wieder rein und raus aus dem Fahrzeug, und das den ganzen Tag, da kann man den Gurt schon mal vergessen. Aber die Übungen haben eindrücklich gezeigt, dass das auf keinen Fall passieren sollte."

Karsten Markfort, Disponent bei den AWM freute sich, dass die Polizei Münster in diesem Bereich präventive Unterstützung leistet. "Bei den Aktionstagen sind die Gefahren realistisch vermittelt worden. Ganz bestimmt wird sich der eine oder andere auch später noch an diese unangenehmen Situationen erinnern, bevor er zum Sicherheitsgurt greift."

Rund 80 Fahrzeuge der AWM sind täglich auf Münsters Straßen unterwegs: für die Müllabfuhr, für die Straßenreinigung, Papierkorbwagen und Containerfahrzeuge. Die AWM legen großen Wert auf Arbeitssicherheit und Weiterbildung der Mitarbeitung in Sachen "Unfallverhütung". Einmal pro Jahr steht für jeden Mitarbeiter eine praktische Unterweisung an. Die Fahrzeuglenker erfahren, was sie tun müssen, um ihr Fahrzeug sicher im Griff zu haben und worauf sie im Alltag besonders achten müssen.

(Redaktion)


 


 

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