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  • 04.09.2012, 16:32 Uhr
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  • Kreis Borken
Übungsfall für Rettungskräfte

Feuerwehrleute übten ohne Blaulicht und Martinshorn

Rund 50 Führungskräfte der Feuerwehr aus dem Kreis Borken und der Stadt Bottrop haben jetzt gemeinsam den Ernstfall geübt. In der Feuer- und Rettungswache in Borken setzten sie sich mit verschiedenen Einsatzszenarien auseinander.

Führungskräfte aus dem Kreis Borken und der Stadt Bottrop meisterten in Borken verschiedene Szenarien. Blaulicht und Martinshorn spielten dabei allerdings keine Rolle. Denn: Bei der Übung ging es ausschließlich darum, Führungsabläufe zu erproben.

So berieten die Feuerwehrleute, welche Maßnahmen bei einer Explosion in einem Chemiebetrieb, bei einem Brand in einem Holzlager oder bei einem Unwetter zu treffen sind. Die Übungsleitung konfrontierte die Teilnehmer mit Szenarien, erdacht von der Feuerwehr Borken, die auch in der Realität auftreten können. "Bei einem Echteinsatz würden anschließend auch noch die Einsatzbefehle an die eingesetzten Feuerwehreinheiten ergehen", erklärt Egbert Gördes, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz beim Kreis Borken.

Als Beobachter nahmen an der Übung Vertreter des Brandschutzdezernates der Bezirksregierung Münster teil. Gemeinsam mit dem zuständigen Dezernenten der Borkener Kreisverwaltung, Dr. Hermann Paßlick, zogen sie nach der Übung ein positives Fazit.

Zum Hintergrund: Zusammenarbeit im Krisenfall

Ob Brandbekämpfung oder technische Hilfeleistungen: In den meisten Fällen reichen die Fahrzeuge sowie Kräfte einer örtlichen Feuerwehr, um Feuer zu löschen, Personen aus Fahrzeugen zu befreien oder vollgelaufene Keller auszupumpen. Bei größeren Einsätzen kommt gelegentlich auch Hilfe von den Nachbarwehren. Daneben gibt es aber auch Einsätze, bei denen die Schlagkraft der Feuerwehren eines Kreises nicht ausreicht, um wirksame Hilfe zu leisten. Im Kreis Borken hat es in den vergangenen Jahren mehrere dieser Einsätze gegeben, so zum Beispiel beim Schneechaos im Jahr 2005, beim Hochwasser im nördlichen Kreisgebiet 2010 und auch beim Brand im Amtsvenn im Jahr 2011.

Um für solche Großeinsätze gerüstet zu sein, sind landesweit "Feuerwehr-Bereitschaften" gebildet worden - im Regierungsbezirk Münster sind es fünf. In einer dieser Bereitschaften kooperieren die Feuerwehren aus dem Kreis Borken mit der Feuerwehr der Stadt Bottrop. Weitere Bereitschaften bilden der Kreis Coesfeld mit der Stadt Gelsenkirchen, der Kreis Warendorf mit der Stadt Münster, der Kreis Recklinghausen und der Kreis Steinfurt.

"Für den Einsatzerfolg dieser Bereitschaften ist es sehr wichtig, dass in der Einsatzleitung ein eingespieltes Team zusammenarbeitet", betont der Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz beim Kreis Borken, Egbert Gördes. "Da die Feuerwehren aus dem Kreis Borken und der Stadt Bottrop bei den alltäglichen Einsätzen kaum Berührungspunkte haben, sind Übungen von besonderer Bedeutung. Man kann voneinander lernen und die persönlichen Kontakte und das gegenseitige Kennenlernen bei den Übungen schaffen die Grundlage dafür, dass die Abläufe und die Zusammenarbeit bei einem tatsächlichen Einsatz reibungslos funktionieren."

(Redaktion)


 


 

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