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  • 18.10.2013, 13:25 Uhr
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  • Münster / Münsterland
UKM-Fortbildung DOCTALKS

Patiententyp erkennen, wirkungsvoll kommunizieren

„Die richtige Einschätzung der Patienten ermöglicht die passgenaue Kommunikation und vermeidet Missverständnisse.“ Das war der zentrale Hinweis von Barbara Rodeck an über 70 Ärzte und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Münster (UKM).

„Die grobe Einteilung in vier Patiententypen erleichtert die tägliche Kommunikation: Es gibt den Macher, den Analytiker, den Harmonischen und den Kreativen“, ergänzte die Kommunikationsexpertin bei DOCTALKS, einem vom Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V. initiierten Programm für Krankenhäuser.

Prof. Dr. Norbert Roeder, ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, begrüßt diese Veranstaltung sehr: „Die Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten und Angehörigen ist enorm wichtig. Wir müssen uns hier ständig verbessern. DOCTALKS hilft, Kommunikationshindernisse bewusster zu machen, so dass das eigene Kommunikationsverhalten überprüft und verbessert werden kann.“

Dieser Aufgabe widmeten sich neben Barbara Rodeck der Theaterpädagoge Volker Kuhlhüser sowie Dr. Stefan Schüling, Facharzt für Orthopädie und Bauchredner. Das vom Ensemble gestaltete Programm bot zugleich Unterhaltung und praxisnahe Tipps.

Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Gute Kommunikation führe unter anderem zu Zufriedenheit am Arbeitsplatz sowie zu Therapie- bzw. Patiententreue. Des Weiteren könne sie auch das Image eines Krankenhauses entscheidend beeinflussen. „Manchmal ist es nur ein kleiner Dreh an der Stellschraube, der in der Betreuungsqualität des Patienten Großes bewirken kann“, so Rodeck.

Bei negativen Rückmeldungen von Patienten an die behandelnden Krankenhäuser stelle sich bei näherer Betrachtung häufig heraus, dass der Patient einwandfrei behandelt wurde, es jedoch Probleme in der Kommunikation gab. „Eine positive Erfahrung wird null bis drei Mal weitererzählt, eine negative hingegen zwölf bis achtzehn Mal“, betonte Barbara Rodeck.

„Die hohe Bedeutung der Kommunikation wird gerade im Gesundheitswesen immer wieder unterstrichen. Konkrete Verbesserungsvorschläge und einfach anzuwendende Werkzeuge fehlen jedoch häufig“, erklärt Netzwerk-Geschäftsstellenleiterin Carmen Schulte. Das Konzept, das Ärzte und Mitarbeiter informiert und gleichermaßen unterhält wurde vom Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland und der Medizinmarketing-Agentur marketingcase entwickelt.

(WFM)


 


 

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