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  • 30.12.2013, 07:56 Uhr
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  • Münster
Umwelt

Handwerk sieht der grünen Plakette gelassen entgegen

Die Entscheidung für die grüne Plakette, die voraussichtlich ab 2015 für das Befahren von Münsters Umweltzone Voraussetzung ist, ist im Konsens gefallen.

Sie wurde in einer Arbeitsgruppe getroffen, in der sowohl Vertreter von Land, Stadt, Stadtwerken, Industrie-und Handelskammer, Handwerkskammer sowie der Klimaforscher Otto Klemm vertreten sind. „Allen Beteiligten ist klar, dass es sein muss“, sagt die Sprecherin der Bezirksregierung, Sigrun Rittrich. Denn obwohl es die Umweltzone schon seit vier Jahren gibt, zeigt die Messstelle am Bült 53 Mikrogramm Stickstoff pro Kubikmeter Luft – 40 Mikrogramm dürften es sein.

Die Handwerkskammer sieht der grünen Plakette gelassen entgegen. „Das Handwerk wird nicht mehr betroffen sein als andere Wirtschaftszweige auch“, sagt der Sprecher der Handwerkskammer, Hubertus Kost. Man gehe davon aus, dass bereits heute die überwiegende Zahl der Fahrzeuge mit der grünen Plakette unterwegs sei. Dafür spricht auch die rückläufige Zahl der Ausnahmegenehmigungen: Lag diese im Jahr 2011 noch bei 535, wurden im Jahr 2012 nur noch 158 Ausnahmegenehmigungen erteilt. Vor allem die Stadtwerke stehen nun aber vor hohen Investitionen.

Über die Verschärfung der Umweltzone entscheidet letztlich der Rat der Stadt. Sollte er für die Verschärfung stimmen, läge Münster damit im Trend: Spätestens ab Mitte des kommenden Jahres gilt in 20 Städten in NRW die „Stufe 3“, das heißt, nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette dürfen die Umweltzone befahren.

(WN)


 


 

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