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  • 21.09.2012, 14:25 Uhr
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  • Münster/Ochtrup
Umweltprojekt

Photovoltaikanlage auf der Sonderabfalldeponie Ochtrup in Planung

Die Gesellschaft für Materialrückgewinnung und Umweltschutz (GMU) mbH plant den Bau einer Photovoltaikanlage am Standort der Sonderabfalldeponie Ochtrup.

Die Deponie, die bereits seit dem Jahr 2001 nicht mehr betrieben wird, wurde in den vergangenen Jahren mit einer Oberflächenabdichtung versehen und rekultiviert. Die GMU beabsichtigt, die etwa sieben Hektar große Deponiefläche für die Errichtung einer Photovoltaikanlage zu nutzen. Im September vergangenen Jahres wurde der Umweltausschuss der Stadt Ochtrup bereits über die Planung informiert. 

Am Donnerstag (20. September) wurde der Bezirksregierung und Vertretern der Stadt Ochtrup das Projekt vorgestellt. Bei dem geplanten Solarkraftwerk würden die Solarmodule auf geeigneten Unterkonstruktionen als Modultisch aufgestellt und in einer Tragschicht oberhalb der Oberflächenabdichtung der Deponie gegründet werden. Die ursprüngliche Planung, wonach die Photovoltaikanlage als Freilandanlage auf eine angrenzende Betriebsfläche ausgedehnt werden sollte, wird zurzeit nicht weiter verfolgt. Die geplante Anlage könnte nach Auskunft der Planer eine Leistung von mehr als zwei Megawatt erzielen.

Von den beteiligten Behörden wird die Errichtung der Photovoltaikanlage-Anlage grundsätzlich befürwortet. Die Deponie könnte hiermit auch künftig wirtschaftlich genutzt werden und die Kosten der Nachsorge gesenkt werden. Für die Bezirksregierung als zuständige Genehmigungs- und Überwachungsbehörde hat die langfristige Sicherheit der Deponie nach wie vor höchste Priorität hinter der weitere Nutzungen zunächst zurückstehen müssen. So darf zum Beispiel die Oberflächenabdichtung durch Gründung der Anlage nicht beeinträchtigt werden. 

Außerdem muss vor Realisierung des Projektes Ausgleich im Sinne des Naturschutzgesetzes geschaffen werden, das heißt, dass Ausgleichsmaßnahmen an anderer Stelle umgesetzt werden müssen. Erste Gespräche mit den Landschaftsbehörden haben hierzu bereits stattgefunden. 

Bis wann die Planung umgesetzt werden kann, ist allerdings noch offen. Ein Antragsentwurf wird derzeit überarbeitet. 

Ob die geplante Aufhöhung der Deponie und die damit verbundene Bodenmischanlage notwendig beziehungsweise zulässig sind, blieb am Donnerstag ebenfalls noch offen und wird erst in weiteren Gesprächen abschließend geklärt werden können.

(Redaktion)


 


 

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