Weitere Artikel
  • 19.06.2013, 12:44 Uhr
  • |
  • Münster
Umweltschutz

Stadt bekämpft Riesen-Bärenklau

Die Pflanzen dürfen nicht zur Samenreife kommen. Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz bittet um Unterstützung.

Bis zu vier Meter hoch kann er werden und seine weißen Dolden sind ein echter Blickfang. Doch wer den Riesen-Bärenklau am Wegesrand entdeckt oder gar im eigenen Garten hat, sollte besser Abstand halten, rät das städtische Amt für Grünflächen und Umweltschutz. Die auch Herkulesstaude genannte Pflanze kann auf der Haut Verbrennungen mit Schwellungen und Blasen verursachen.

Vor rund 100 Jahren ist der Doldenblüter aus dem Kaukasus in hiesige Gärten gelangt. Mittlerweile ist der Riesen-Bärenklau aber nicht nur wegen der Verletzungsgefahr, sondern auch wegen seiner alles verdrängenden Wuchskraft ein Problem. "Gemeinsam mit dem Tiefbauamt bekämpfen wir die Herkulesstaude in diesem Jahr bereits seit Anfang Mai", berichtet Dirk Dreier vom Grünflächenamt. Arbeitsgrundlage ist eine Karte, die kontinuierlich fortgeschrieben wird. Verbreitungsschwerpunkte sind Straßen- und Wegränder, öffentliche Grünflächen und die Ufer von Angel, Werse und Aa.

Seit 2006 setzt das Tiefbauamt an Angel und Werse Pflanzenschutzmittel ein. Anders war den großflächigen Beständen nicht beizukommen. Kleinere Bestände werden ausgestochen. Zwar ist der Riesen-Bärenklau inzwischen aus Teilen des Stadtgebietes wieder verschwunden, doch es tauchen auch immer noch neue Pflanzen auf, meist im Umfeld bereits bekannter Vorkommen.

Um die weitere Ausbreitung wirksam unterbinden zu können, bittet die Stadt Landwirte, Kleingärtner und andere Grundstückseigner um Unterstützung. Insbesondere an den bebauten Abschnitten der Werse ist die Mithilfe der Anlieger notwendig, da die Bereiche vielfach für die Mitarbeiter des Tiefbauamtes nicht einsehbar und zugänglich sind.

Wer die Pflanzen nicht selbst beseitigen kann, sollte die genauen Orte beim Grünflächenamt melden. Ansprechpartner ist Dirk Dreier, Telefon: 0251/492-6727.

Am wichtigsten ist es, dass die Pflanzen nicht zur Samenreife kommen. Wenn sie nicht zu groß sind, können sie ausgestochen werden. Ist dies nicht mehr möglich, sollte zumindest der Blütenstand kurz vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden. Auf dem Kompost können sich durch Nachreifen noch Samen ausbilden. Bei den Arbeiten ist Vorsicht geboten: Handschuhe tragen und Arme und Beine bedecken, möglichst nicht in der Sonne arbeiten.

Weitere Tipps gibt ein kostenloses Faltblatt, das in der Umweltberatung im City-Shop der Stadtwerke, Salzstraße 21, ausliegt (Beratungszeiten: Montag: 15 - 20 Uhr; Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: 10 - 13 Uhr; dritter Samstag im Monat: 11 - 17 Uhr; Tel. 4 92-67 67). Informationen finden sich auch im Internet unter www.muenster.de/stadt/umwelt.

(Redaktion)


 


 

Dirk Dreier
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Grünflächen
Pflanze
Riesen-Bärenklau
Umweltschutz
Tiefbauamt
Samenreife

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Dirk Dreier" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: